Die Football-Mannschaft von Frankfurt Galaxy hat den jüngsten Aufwärtstrend nicht bestätigen können. Im Play-off-Spiel im heimischen Stadion am Bornheimer Hang verlor das Team vor 5322 Zuschauern 41:61 gegen die Raiders aus Tirol. Insbesondere defensiv hatte die Mannschaft von Trainer Thomas Kösling den Innsbruckern am Samstag kaum etwas entgegenzusetzen.Nach der vorangegangenen Niederlage der Mannschaft in München hatte Galaxy eigentlich beweisen wollen, dass sie aus den Fehlern gelernt haben. Kösling zeigte sich vor dem Spiel zuversichtlich: „München war der Tiefpunkt der Saison, aber das haben wir gut aufgearbeitet. Ich glaube, dass wir heute einen wichtigen Schritt Richtung Play-offs machen.“Von Beginn an auf verlorenem PostenEs sollte jedoch anders kommen. Im Anschluss an den Coin Toss tat sich Galaxy schwer. Ihre Defensive hielt dem Druck nicht stand. Speziell der neue Quarterback der Tiroler, Kenyatte Allen Jr., stellte die Frankfurter vor Probleme und führte seine Mitspieler im ersten offensiven Drive erfolgreich zum Touchdown.So stand es bereits kurz nach Beginn 0:6. Die Mannschaft von Kösling schien sich jedoch wieder zu fangen und ging nach einem tiefen Pass auf Wide-Receiver Brevin Easton in Führung. Was zu diesem Zeitpunkt wie ein Kampf mit offenem Visier anmutete, entpuppte sich nach einer kurzen stabilen Phase der Galaxy dann doch als einseitiges Spiel.Spätestens zum Ende des ersten sowie zu Beginn des zweiten Quarters kristallisierte sich immer mehr die Überlegenheit der Innsbrucker heraus, während Frankfurt ideenlos agierte. Bei den Fans auf der Tribüne sorgte die Entwicklung, die zu einem Rückstand von 21:40 zur Halbzeitpause geführt hatte, für Verwunderung, da die Raiders doch vermeintlich als der schlagbarste Gegner in den Play-Offs galten, nachdem sie die vorherigen sieben Partien allesamt verloren hatten.Das darauffolgende dritte Quarter gestaltete sich ereignisarm. Köslings Mannschaft gelangen viele Spielzüge nicht. Eine richtige Spielidee war Galaxy nicht anzusehen. Auf die zu Beginn des letzten Quarters geglückte Punktverkürzung zum 28:47 reagierten die Innsbrucker prompt, sodass es kurz vor Schluss 28:61 stand.Normen Schumm und Gerald Ameln erzielten noch Turnover und Touchdowns, sie änderten aber nichts am unerfreulichen Ausgang für die Frankfurter, während die Spieler auf der anderen Seite mit ihrem Auftreten Maßstäbe setzten: Als erste Mannschaft in der European Football Association (EFA) knackten die Raiders die 60-Punkte-Marke.Kösling bittet Fans um EntschuldigungDer Frankfurter Headcoach machte hinterher aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. „Ich muss mich bei den Fans und der Organisation entschuldigen. Das war mit das schlechteste Spiel, was ich bei Galaxy erlebt habe“, sagte Kösling. Gegenwärtig, so fügte er an, würden „fundamentale Sachen“ nicht funktionieren. Er sah seine Mannschaft einem „Abwärtseffekt“ ausgesetzt. Ob Galaxy diesen stoppen kann, wird sich in zwei Wochen zeigen. Dann hat die Mannschaft gegen den Favoriten Nordic Storm aus Kopenhagen den Einzug in das EFA-Final-Four trotz allem noch in der eigenen Hand.