PfadnavigationHomePanoramaHessenDB-Mitarbeiter stürzt aus fahrendem Zug – Gewerkschaft GDL spricht über die „Angst auf der Arbeit“Stand: 10:43 UhrLesedauer: 3 MinutenBei einer Auseinandersetzung nach einer Ticketkontrolle ist ein 26-jähriger Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn aus einem fahrenden Zug zwischen Offenburg und Karlsruhe gestürzt und lebensgefährlich verletzt worden. Die Polizei ermittelt.Nach der lebensbedrohlichen Attacke auf einen Bahnmitarbeiter brauche es keinen „Sicherheitsgipfel“, ärgert sich die Lokführergewerkschaft GDL. Sie forderte härtere Gesetze. Der Mann, der einen 26-Jährigen im Zug verprügelte, ist unterdessen wieder in Freiheit.Nach dem Sturz eines Bahnmitarbeiters aus einem fahrenden Zug bei einer Auseinandersetzung mit einem Fahrgast hat die Lokführergewerkschaft GDL rechtliche Konsequenzen gefordert. Es brauche keinen Sicherheitsgipfel oder runden Tisch, sondern „Entscheidungen der Justiz“, sagte GDL-Chef Mario Reiß am Samstag dem WDR. „Wir brauchen Gesetzesänderungen und wir brauchen das Durchgriffsrecht.“Ein 26-jähriger Mitarbeiter der DB Sicherheit war am Freitagabend auf der Bahnstrecke von Offenburg nach Karlsruhe aus einem fahrenden Zug gestürzt und schwer verletzt worden. Zuvor hatte es im Zuge einer Fahrkartenkontrolle ein Gerangel mit einem Fahrgast gegeben.„Es muss jedem in Deutschland bekannt werden, dass ein Angriff auf den Menschen geahndet wird und mit Folgen zu tun hat, die davor abschrecken, jemanden anzugreifen“, sagte Reiß. „Die Eskalationsstufe, die dort wieder in dem Zug entstanden ist, ist gewaltig.“ Die Kolleginnen und Kollegen „müssen jeden Tag mehr mit Angst auf Arbeit gehen“, fuhr er fort.Lesen Sie auchMitarbeiter der Deutschen Bahn werden immer wieder Ziel von Angriffen. Im Februar hatte der Tod eines Zugbegleiters nach einem Angriff durch einen Schwarzfahrer in Rheinland-Pfalz bundesweit Entsetzen ausgelöst. Der Security-Mitarbeiter war von dem wegen Gewaltdelikten bereits vorbestraften 36 Jahre alten Mann mit Schlägen und Tritten attackiert worden. Der Verdächtige, gegen den nun wegen Körperverletzung ermittelt wird, sei mittlerweile wieder auf freiem Fuß.Angreifer fiel schon vorher mit Gewaltdelikten aufDer Mann sei überdies nur auf Bewährung draußen gewesen, wie es weiter hieß. Die Staatsanwaltschaft hatte am Nachmittag vergeblich Haftbefehl gegen ihn beantragt. Das Amtsgericht lehnte es trotz der laufenden Bewährungsstrafe ab, Untersuchungshaft anzuordnen. Begründet wurde dies offiziell zunächst nicht. Das Opfer des Angriffs ist in stabilem, aber weiter kritischen Zustand. Er sei noch nicht über den Berg, hieß es seitens der Behörden.Lesen Sie auchLesen Sie auchSchon früher sei der 36-Jährige wegen Gewaltdelikten strafrechtlich in Erscheinung getreten, so die Staatsanwaltschaft weiter. Er soll bei dem Vorfall auf der Strecke nach Karlsruhe betrunken gewesen sein und im Zuge einer eskalierten Ticketkontrolle den 26-Jährigen attackiert haben. Nach dem Vorfall vom Freitagabend war er vorläufig festgenommen worden.Tür wurde wohl bei der Auseinandersetzung beschädigtDer Mann habe bei der Auseinandersetzung seine Personalien nicht nennen und den Zug nicht verlassen wollen. Er schlug den Vorwürfen zufolge mit Fäusten auf den 26-Jährigen und trat auf ihn ein. Beide stießen dabei mehrfach gegen die Tür. Bisherigen Erkenntnissen zufolge wurde sie dadurch, von den Beteiligten unbemerkt, beschädigt.Lesen Sie auchAls der Sicherheitsmitarbeiter im Zuge des Streits versuchte, den auf dem Rücken liegenden Fahrgast hochzuziehen, habe dieser mit Wucht nach ihm getreten. Der 26-Jährige fiel zu Boden und erneut gegen die Tür. Diese gab nach – und er fiel durch einen Spalt nach draußen. Kurze Zeit später wurde er schwerst verletzt geborgen und ins Krankenhaus gebracht.Warum die Tür nachgab, ist derzeit unklar. Ein technischer Sachverständiger sei beauftragt worden, um herauszufinden, wie es dazu kommen konnte. Wann es dazu Ergebnisse gibt, ist unklar. dpa/krott
Hessen: DB-Mitarbeiter stürzt aus fahrendem Zug – Gewerkschaft GDL spricht über die „Angst auf der Arbeit“ - WELT
Nach der lebensbedrohlichen Attacke auf einen Bahnmitarbeiter brauche es keinen „Sicherheitsgipfel“, ärgert sich die Lokführergewerkschaft GDL. Sie forderte härtere Gesetze. Der Mann, der einen 26-Jährigen im Zug verprügelte, ist unterdessen wieder in Freiheit.










