Ungarns Staatspräsident Tamás Sulyok hat angekündigt, eine Verfassungsänderung zu unterzeichnen, die seine eigene Absetzung beinhaltet. Der politische Freund des im April abgewählten Ministerpräsidenten Viktor Orbán verlässt seinen Posten demnach zum kommenden Montag.Magyar bestätigte, dass Sulyok die Verfassungsänderungen gegengezeichnet habe. Nun könnten Verfassungsänderungen in Kraft treten, die tiefgreifende politische Reformen ermöglichten. »Mit diesen Entscheidungen geben wir dem ungarischen Volk etwas zurück, das das Orbán-Regime seit vielen Jahren zu nehmen versucht: die Gewissheit, dass Macht begrenzt, Gemeineigentum zurückgewonnen und der Staat wieder seinen Bürgern, den freien ungarischen Bürgern, dienen kann«, schrieb Magyar bei Facebook.
Sulyok betonte, dass die Parlamentsentscheidung zu seiner Absetzung verfassungswidrig sei, er aber keine rechtlichen Möglichkeiten sehe, dagegen einzuschreiten. Experten hatten zuvor erklärt, dass das Verfassungsgericht diese Parlamentsentscheidung allenfalls wegen Formalien hätte beanstanden dürfen, nicht aber inhaltlich.In einer bei Facebook verbreiteten Ansprache beklagte Sulyok zudem, dass jeder Staatschef in Ungarn nunmehr »der Exekutive und der Politik ausgeliefert« sei und »keine Kontrollfunktion« mehr habe. Magyar hatte dem seit 2024 amtierenden Sulyok vorgeworfen, die Politik Orbáns mitgetragen zu haben.












