Stand: 18.07.2026 • 20:02 Uhr

KI-generierte Songs fluten die Streamingdienste. Immer häufiger stehen dahinter auch durch Künstliche Intelligenz erzeugte Bands, mit eigener Biografie und Avataren. Das Ende der Kreativität - oder eine Chance?

Von Tobias Dirr, BR

"Wir verwässern Gottes Wort nicht, wir verbreiten es." Das ist das Motto der Band Shunned at a Funeral. So steht es in der Bandbeschreibung auf dem offiziellen YouTube-Kanal der Band. Auf dem Bandfoto blicken einen drei Frauen ernst an. Rund 250.000 Abonnenten hat die christliche Rockband dort.

Von Musikvideos über Livetracks bis hin zu Videos, die die Band im Studio zeigen, findet man auf der Homepage alles, was zum üblichen Portfolio gehört. Nur: Shunned at a Funeral gibt es eigentlich nicht. Oder besser gesagt: Sie sind keine Band aus Fleisch und Blut. Wer will, kann das erkennen. Die Musikvideos sehen häufig stark nach Computerspiel aus. Im Video zum Song "Twirl" spazieren die Bandmitglieder mit einem kleinen Mädchen durch eine weichgezeichnete Natur. Das Licht, die Schatten, alles ist stimmungsvoll und perfekt gesetzt - ein bisschen zu perfekt vielleicht.