PfadnavigationHomeKulturSpotify, Deezer & Co.34 Prozent Fake – Wie Künstliche Intelligenz das Musikstreaming zerstörtVeröffentlicht am 13.11.2025Lesedauer: 2 MinutenWill man noch streamen, wenn man nie weiß, wie die Musik gemacht wird?Quelle: picture alliance/PHOTOPQR/LE PARISIEN/MAXPPPKaum hat sich der Musikmarkt durch die allgemeine Akzeptanz des Streamings von seiner größten Krise erholt, droht der nächste GAU: Einer Studie zufolge fühlen sich die meisten Hörer durch die Flut von KI-Stücken betrogen – und stellen eindeutige Forderungen.Deezer hat weltweit die erste Umfrage in Auftrag gegeben, die sich mit der Wahrnehmung und Einstellung gegenüber KI-generierter Musik befasst. Die Umfrage wurde von Ipsos unter insgesamt 9000 Personen in acht Ländern durchgeführt – den Vereinigten Staaten, Kanada, Brasilien, Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden, Deutschland und Japan. Sie ergab die eindeutige Forderung, ausschließlich mit Künstlicher Intelligenz erstellte Musik zu kennzeichnen – und zudem sicherzustellen, dass Komponisten und Autoren fair behandelt und bezahlt werden, wenn ihre Musik zum Trainieren von KI-Modellen verwendet wird.Lesen Sie auchZunächst wurden alle Teilnehmer gebeten, sich drei Titel anzuhören und anzugeben, ob diese vollständig KI-generiert sein könnten: 97 Prozent der Befragten scheiterten daran. Eine Mehrheit, 71 Prozent der Befragten, war davon selbst überrascht, und mehr als die Hälfte, 52 Prozent, fühlten sich um den Musikgenuss betrogen, weil sie den Unterschied nicht erkennen konnten.Laut Deezer kommen täglich rund 50.000 vollständig KI-generierte Titel zum Anbot der Streamingplattform hinzu, was einem Anteil von 34 Prozent entspricht. Alexis Lanternier, CEO von Deezer: „Vollständig KI-generierte Inhalte überschwemmen den Musikstreaming-Markt. Die Umfrageergebnisse zeigen deutlich, dass die Menschen wissen möchten, ob sie von KI oder von Menschen erschaffene Titel hören oder nicht. Es besteht auch kein Zweifel daran, dass es Bedenken gibt, wie sich KI-generiertes Komponieren auf den Lebensunterhalt von Musikschaffen auswirken wird und dass KI-Unternehmen nicht die Möglichkeit haben sollten, ihre Modelle mit urheberrechtlich geschütztem Material zu trainieren.“Quelle: Pressemitteilung von Deezer vom 12. November 2025mp