Johanna Sebauer im Doppelpack: Die österreichische Autorin erzählt vom Medienzirkus und vom Sterbenlernen in „Das Gurkerl“ und „Popóm“.
Der Biss ins Gurkerl wird zu einer gesamtgesellschaftlichen Gefahrenlage hochgejazzt
Bihlmayer/imago
Das Jahr 2023 war ein gutes Jahr für Dorfgeschichten: Mit Markus Köhle, einem Veteranen der Lesebühnenliteratur, und Johanna Sebauer legten gleich zwei Aktivposten österreichischen Humors ihre Romandebüts vor. Erwies sich Köhle als kalauernder Erfinder des ÖBB-Romans, wartete die gebürtige Wienerin Sebauer mit der sauguten Dorfmilieustudie „Nincshof“ auf.
Auch ihr zweiter Roman „Popóm“ wird von der Anmut des Austro-Idioms getragen. Kurz vor dessen Erscheinen wurde ihre beim Bachmann-Wettlesen in Klagenfurt 2024 prämierte Kurzgeschichte „Das Gurkerl“ bibliophil ediert. Im Vergleich beider Publikationen zeigen sich gleichermaßen Repertoire und Produktivität der charismatischen Johanna Sebauer, die von Hamburg wieder ins heimische Burgenland übersiedelte.








