Von den 104 Begegnungen dieser Weltmeisterschaft werden sechs in bester Erinnerung bleiben. Der Rest kann getrost vergessen werden.
Julián Alvarez sorgt in der englischen Abwehr für große Aufregung
VCG/imago
14. Juni 2026, Brasilien – Marokko 1:1
Das sechste Spiel dieser Weltmeisterschaft, und bislang nix los. Verunsicherte Mannschaften, überhebliche Mannschaften, unauffällige Mannschaften, langweilig! Nichts, was in Erinnerung bliebe. Das kann was werden! Aber dann dieses Spiel. Mangels TV auf dem Smartphone unter der Decke ohne Ton in einem fremden Bett irgendwo im Niemandsland zwischen Hamburg und Berlin. Rekordweltmeister und amtierender Afrikameister prallen aufeinander. Wörtlich, mit Wucht, mit Tempo. Gespielt wie im Zeitraffer. Ist das derselbe Sport wie etwa beim Eröffnungsspiel? Ein schnörkelloser Blitzstart der Marokkaner, die den Ball traumwandlerisch sicher laufen lassen. Aber irgendwann brechen auch mal die Brasilianer durch. Dann geht es hin und her. Die wollen spielen, die wollen gewinnen, die wollen unterhalten! Alle beide. In der 20. Minute eine perfekte Kombination, die perfekt in den Lauf von Saibari mündet, ein eleganter Lupfer über den Torwart – zum Juchzen schön. Anders schön dann der Ausgleich, den Vinícius Júnior nach dynamischem Anziehen wuchtig ins lange Eck haut. Das ist Weltmeisterschaft, jetzt bin ich drin! Dass es nach der Halbzeit, in der ich dann aus anderen Gründen einschlafe, weniger krachend weiterging – so what? Beate Willms











