Die Raumsonde Mars Express der Europäischen Weltraumorganisation ESA hat beeindruckende topografische Bilder zur Erde gesandt. Die hochauflösenden Aufnahmen zeigen einen Ausschnitt des Kaiser-Kraters auf dem Mars, dessen Boden von auffälligen, scheinbar metallischen Wellen bedeckt ist.Anzeige

Diese geologischen Strukturen erheben sich teilweise mehr als hundert Meter über die umliegende karge Landschaft und erstrecken sich über mehrere Kilometer hinweg. Die Europäische Weltraumorganisation hat die Aufnahmen kürzlich auf ihrer Website veröffentlicht, um die dynamische Oberflächenbeschaffenheit unseres Nachbarplaneten umfassend zu dokumentieren.

Entstehung der metallischen Wellen auf dem Mars

Bei dem vermeintlich glänzenden Metall handelt es sich in Wirklichkeit um gigantische Sanddünen, die fast vollständig aus dunklem, basaltischem Material bestehen. Dieser besonders feine Sand ist außergewöhnlich reich an vulkanischen Mineralien wie Pyroxen und Olivin und hebt sich dadurch deutlich von der sonst rötlich-rostigen Umgebung der Mars-Oberfläche ab.Anzeige

Der metallische Glanz auf den Aufnahmen entsteht durch eine sehr feine Schicht aus gefrorenem Kohlendioxid, das sich während des extrem kalten marsianischen Winters primär auf den nach Süden ausgerichteten Hängen absetzt. Der starke visuelle Kontrast zwischen dem dunklen Vulkansand, der das einfallende Sonnenlicht fast komplett absorbiert, und dem weißen „Trockeneis“, das das Licht stark reflektiert, erzeugt letztlich diese optische Täuschung in den Kameradaten.