»Als CDU begrüßen wir mit Freude jedes Neugeborene«, heißt es in dem offenen Brief des Stadtverbands Brilon in Rheinland-Pfalz. Wenn jedoch führende Repräsentanten der CDU durch ihr eigenes Handeln Zweifel an der Ernsthaftigkeit der programmatischen Aussagen der Partei aufkommen ließen, erschwere dies die Arbeit vor Ort erheblich. Leihmutterschaft ist in Deutschland illegal, noch im Februar hatte die CDU dies mit einem Parteitagsbeschluss bekräftigt: »Leihmutterschaft bleibt damit uneingeschränkt verboten, unabhängig von der Motivation.«

Kritik auch aus der FDPDass Spahn gegen den Beschluss gehandelt habe, so heißt es weiter im Brief aus Brilon, würden viele Mitglieder als schweren Schaden für die Glaubwürdigkeit der CDU wahrnehmen. »Im Interesse der Glaubwürdigkeit unserer Partei sowie des Vertrauens unserer Mitglieder und Wähler« fordere man Jens Spahn daher auf, von seinem Amt als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zurückzutreten. Die »Bild«-Zeitung hatte als Erste über den offenen Brief berichtet.