Der Waldbrand im Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern breitet sich nach Behördenangaben immer noch aus und wird weiter aktiv bekämpft. Die Ausdehnung des Brands erstrecke sich mittlerweile auf rund 388 Hektar, teilte der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte am Samstag in Neubrandenburg mit. Aus der Luft sei „viel Rauch und Glut zu sehen, wenig offenes Feuer“. Rund 360 Einsatzkräfte bekämpften den Brand.Der Landkreis bat Urlauber, das Gebiet „weiträumig“ zu meiden und Umwege in Kauf zu nehmen. „Unterstützen Sie die Einsatzkräfte, indem Sie die Wege freihalten“, hieß es. Unterdessen wurde die Evakuierung der Ortschaft Granzin mit ihren knapp 400 Einwohnerinnen und Einwohnern temporär aufgehoben – die Notunterkunft bleibt demnach aber einsatzbereit.Der Brand war am Montag ausgebrochen. Altmunition in dem Gebiet erschwert seitdem die Bekämpfung. Die Einsatzkräfte sollten am Samstag vor allem im östlichen Bereich des Parks arbeiten, da das dortige Gebiet nicht munitionsbelastet ist. Zur Brandursache lagen weiterhin keine Angaben vor.Die für Teile Mecklenburg-Vorpommerns vorhergesagten schweren Gewitter waren am Freitagnachmittag ohne den erhofften Niederschlag an der Brandregion im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte vorbeigezogen. „Es kam kein Tropfen runter“, sagte Kreissprecher Marten Schröder. Entsprechende Unwetterwarnungen vor Extrem-Gewittern des Deutschen Wetterdienstes wurden aufgehoben. Auch am Freitag waren Bundeswehr-Hubschrauber im Einsatz, nahmen mit angehängten 5000-Liter-Tanks Wasser aus umliegenden Seen auf und wässerten damit bestimmte Waldgebiete. Vom eigentlichen Brand müssen sie einen Sicherheitsabstand von 1000 Metern halten wegen der Altmunition. (AFP/dpa)
Feuer erstreckt sich auf rund 388 Hektar: Waldbrand im Müritz-Nationalpark breitet sich aus
Die angekündigten Gewitter mit erhofftem Niederschlag waren am Freitag an dem Gebiet vorbeigezogen. Bundeswehrhubschrauber versuchen, das Feuer in den Griff zu bekommen.











