Die Debatte über die Sicherheit von Elektro-Kleinstfahrzeugen wird schärfer. Angesichts anhaltender Probleme auf städtischen Straßen sieht der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) den Gesetzgeber gefordert. Das aktuelle Unfallgeschehen verdeutlicht laut der Organisation, dass vielen Nutzern Regelkenntnisse und die nötigen Fahrfähigkeiten im Umgang mit E-Scootern fehlen. Wer keinen regulären Führerschein besitzt, soll daher künftig einen speziellen E-Scooter-Befähigungsnachweis vorlegen müssen.

Die Ausgestaltung stellen sich die Unfallschützer ähnlich wie bei der Mofa-Prüfbescheinigung vor. So soll sichergestellt werden, dass alle Fahrer die wichtigsten Verkehrsregeln kennen und ihr Fahrzeug auch in anspruchsvollen Situationen sicher beherrschen. Für Jugendliche könnte die Ausbildung direkt in den Schulalltag integriert werden.

Kinder und Teenager gefährdet

Vor allem jüngere Verkehrsteilnehmer hat der DVR im Blick. Für Kinder und Teenager seien E-Scooter besonders riskant. Deshalb plädiert der Verband dafür, das gesetzliche Mindestalter von derzeit 14 auf 15 Jahre anzuheben. Das Fahren eines motorisierten Fahrzeugs im Straßenverkehr erfordere ein Maß an Reife und Erfahrung, das bei Jüngeren oft noch nicht vorhanden sei.