Co-Parteichefin Alice Weidel hat die AfD Nordrhein-Westfalen aufgefordert, ihren Parteitag abzubrechen. Der Landesverband aber denkt gar nicht daran.
Dürfte spätestens jetzt eine Feindin namens Alice Weidel im Bundesvorstand haben: NRW-AfD-Landeschef Martin Vincentz
Thomas Banneyer/dpa
Es ist eine Szene, die zum in den AfD-Reihen kursierenden Wort der parteiinternen „Kriegserklärung“ passt: Bevor die Listenaufstellung des Landesverbands Nordrhein-Westfalen für die Landtagswahl am Freitag fortgesetzt wird, steht Landeschef Martin Vincentz vor der Halle in Marl auf einer Außentreppe und gibt von dort aus den Einpeitscher für seine Anhänger. Wild gestikulierend ruft er in die Menge darunter: „Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass wir antreten hier in Nordrhein-Westfalen! Auf in die Halle!“ Die Delegierten klatschen und brüllen: „Aaa-Uuuh“ – ganz so, als hätten sie den Film „300“ ein paar mal zu oft gesehen und hielten sich plötzlich für Spartas Krieger.
Was zum Teufel ist passiert? Parteichefin Alice Weidel höchstpersönlich hatte zuvor versucht, die Fortsetzung des Parteitags zu verhindern. Sie ist im Landesverband mit Vincentz Gegenspielern verbündet: Mit dem Rechtsextremisten Matthias Helferich sowie dem von Weidel protegierten Sven Tritschler.










