NRW-Innenminister Herbert Reul als Zeuge im Untersuchungsausschuss zum Terroranschlag von Solingen

Einem ausländischen Geheimdienst ist es offenbar gelungen, das Bekennervideo des Solinger Attentäters noch vor der Tat und der Veröffentlichung durch den IS mitzuschneiden. Als die Behörden in Nordrhein-Westfalen nach dem Anschlag Informationen zum Attentäter erbaten und sein Foto herumschickten, hätten sie prompt einen Screenshot aus dem Bekennervideo erhalten, teilte der Vorsitzende des Untersuchungsausschusses zum Solingen-Anschlag, Thomas Kutschaty (SPD), mit.

»Diese rechtlichen Möglichkeiten haben wir nicht«, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU), der als Zeuge zum Solinger Anschlag im Untersuchungsausschuss aussagen musste. Er sei sehr froh über solche Hinweise, die schon mehrere Anschläge verhindert hätten, sagte Reul. In diesem Fall sei das Foto aber erst nach dem Anschlag eingegangen. »Es bleibt dabei, den Sicherheitsbehörden war Issa Al H. vor dem Anschlag nicht bekannt.«

Opposition zweifeltDie Opposition zieht inzwischen die Feststellung in Zweifel, bei dem Syrer habe es sich um einen Einzeltäter gehandelt, der sich im Internet radikalisiert habe. So habe Issa Al Hassan Kontakt zu mehreren Islamisten und islamistischen Gefährdern gehabt.