PfadnavigationHomeRegionalesHamburgLeihmutterschaft„Brandgefährliche Message“ – wie Spahns Entscheidung bei Hamburger Senatorin für Aufruhr sorgtStand: 15:33 UhrLesedauer: 2 MinutenMaryam BlumenthalQuelle: picture alliance/dpa/Christian CharisiusHamburgs Gleichstellungssenatorin Maryam Blumenthal greift Unionsfraktionschef Jens Spahn nach der Leihmutter-Geburt an – sie spricht von einem „Mittelfinger ins Gesicht“ und warnt vor einer „brandgefährlichen Message“ für das Vertrauen in Gesetze.Hamburgs Gleichstellungssenatorin Maryam Blumenthal übt scharfe Kritik an Unionsfraktionschef Jens Spahn, weil er und sein Mann die Hilfe einer Leihmutter in den USA in Anspruch genommen haben. Da CDU und CSU auf Bundesebene die Leihmutterschaft ablehnten – und sie auch deshalb in Deutschland verboten sei –, gehe es bei dem Fall „um mehr als nur Doppelmoral“, schrieb die Grünen-Politikerin auf Instagram.„Das ist der Mittelfinger ins Gesicht derer, die unsere Gesetze ernst nehmen und seit Jahrzehnten für eine Veränderung kämpfen. Und ein Mittelfinger ins Gesicht all derer, die sich nicht mal eben durch eine sechsstellige Summe ihren Familientraum erfüllen können.“Lesen Sie auchSpahns Verhalten bringe zum Ausdruck: „Du musst dich nicht an die Gesetze im eigenen Land halten, du kannst auch nach den für dich passenden Gesetzen in einem anderen Land suchen“, schrieb Blumenthal. Unterm Strich signalisiere das: „Unsere Gesetze sind nichts wert. Du kannst sie mit Geld umgehen!“Blumenthal räumte ein, dass Menschen Prozesse durchmachen und ihre Haltungen ändern könnten. Bei Spahn habe sie aber keine Initiative erkennen können, „diesbezüglich das Embryonenschutzgesetz anzufassen“. Auch habe sie von ihm „keinen Einsatz für Regenbogenfamilien“ wahrgenommen.Deshalb sei es eine „brandgefährliche Message, die mit dieser eigentlich sehr freudigen Nachricht eines neuen Lebens einhergeht“. Dem kleinen Sohn von Jens Spahn, der den Namen Georg trägt, wünschte Blumenthal alles Gute. „Möge sein Weg auf dieser Welt stets hell erleuchtet sein.“Blumenthal ist mit einem Mann verheiratet und hat drei Söhne. Die 41-Jährige ist seit 2025 Gleichstellungssenatorin in Hamburg und war zuvor Landeschefin der Grünen in der Hansestadt. Ihre Social-Media-Kanäle nutzt sie regelmäßig für Äußerungen zu aktuellen politischen Themen außerhalb Hamburgs. Meist formuliert sie dabei ähnlich direkt, wie aktuell im Post über Spahn.lno/juve
Leihmutterschaft: „Brandgefährliche Message“ – wie Spahns Entscheidung bei Hamburger Senatorin für Aufruhr sorgt - WELT
Hamburgs Gleichstellungssenatorin Maryam Blumenthal greift Unionsfraktionschef Jens Spahn nach der Leihmutter-Geburt an – sie spricht von einem „Mittelfinger ins Gesicht“ und warnt vor einer „brandgefährlichen Message“ für das Vertrauen in Gesetze.












