Der achtjährige Yannis hat Leukämie und braucht eine Stammzellspende. Doch in der Datenbank gibt es bislang viel zu wenige Menschen mit afrikanischen Wurzeln.
„Mama, warum passiert mir das?“ In Großbuchstaben steht diese Frage über dem Spendenaufruf. Dazu das Foto eines kleinen Jungen im Krankenhausbett. Viel zu ernst für einen Achtjährigen blickt Yannis in die Kamera. Auf seiner Brust kleben Pflaster. Sein Handgelenk ist mit einem gelben Verband umwickelt, der einen Zugang mit Schläuchen schützt.
Yannis leidet an einer akuten lymphatischen Leukämie mit Philadelphia-Chromosom – einer besonders aggressiven Form von Blutkrebs. Es ist nicht das erste Mal. Bereits im Alter von sechs Jahren erkrankte der Berliner Junge. Ein Jahr lang kämpfte er sich durch Chemotherapien und Operationen. Dann die gute Nachricht: Yannis ist über den Berg, er kann wieder zur Schule gehen. Doch nach nur wenigen Wochen wurden erneut erkrankte Zellen in seinem Blut gefunden. Die Stammzellspende ist nun seine beste Chance auf Leben.Doch Spendenbereitschaft allein reicht für eine Stammzelltransplantation nicht aus. „Eine Stammzellspende ist immer ein bisschen wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen“, sagt Carla Tiedt. Sie arbeitet bei der DKMS im Bereich der Spenderneugewinnung. Die gemeinnützige Organisation, die ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei hieß, hat sich auf den weltweiten Kampf gegen Blutkrebs spezialisiert.






