Startseite

Mobilität

Ratgeber + Service

Regeneratives Benzin: Autoindustrie testet neuen Bio-Kraftstoff aus Abfällen Bio-Sprit und E-Fuels könnten den CO₂‑Ausstoß im Straßenverkehr senken. Wie gut das in der Praxis klappt, soll nun ein Feldversuch ermitteln, an dem auch Bosch und BMW beteiligt sind.

Holger Holzer 17.07.2026 - 11:11 Uhr Quelle: Spotpress Artikel anhörenNexa 95: Hersteller wie BMW erproben den Kraftstoff in der Praxis. Foto: BMWStuttgart. Bosch, Toyota, BMW und Repsol testen in Spanien den Einsatz von regenerativem Benzin im normalen Straßenverkehr. Rund 20 Fahrzeuge der beteiligten Autohersteller werden dafür sechs Monate lang ausschließlich mit dem erneuerbaren Kraftstoff Nexa 95 des spanischen Erdölkonzerns Repsol betrieben.Das Pilotprojekt soll zeigen, dass bestehende Benziner ohne technische Änderungen mit regenerativem Kraftstoff betrieben werden können. Getankt wird an öffentlichen Repsol-Stationen in Spanien. Der Kraftstoff wird nach Angaben der Projektpartner aus Rohstoffen hergestellt, die den Nachhaltigkeitskriterien der EU-Erneuerbare-Energien-Richtlinie entsprechen, und soll gegenüber fossilem Benzin geringere CO2-Emissionen verursachen.Das Technologieunternehmen Bosch übernimmt mit seiner Software „Digital Fuel Twin“ die Dokumentation. Dabei werden unter anderem Fahrzeug-, Tankstellen- und Tankkartendaten erfasst und miteinander abgeglichen. So soll sich nachvollziehen lassen, welcher Kraftstoff in welchem Fahrzeug eingesetzt wurde.Keine Konkurrenz zur LebensmittelherstellungMit dem sechsmonatigen Feldversuch wollen die Unternehmen Daten zur Alltagstauglichkeit, Nachverfolgbarkeit und möglichen Skalierbarkeit regenerativer Kraftstoffe sammeln. Die Ergebnisse sollen auch in die politische Diskussion über deren künftige Rolle bei der CO2-Reduzierung im Straßenverkehr einfließen.Bei Nexa 95 handelt es sich nicht um strombasiertes E-Fuel, sondern um einen biogenen Benzinersatz aus Abfall- und Reststoffen. Ein Vorteil solcher Bio-Kraftstoffe der zweiten Generation ist, dass sie anders als aus Futter- und Ölpflanzen hergestellte Bio-Kraftstoffe der ersten Generation nicht direkt in Konkurrenz zur Lebensmittelherstellung stehen.Verkehrspolitik Bundestag beschließt schärfere Klimavorgaben für Kraftstoffanbieter Zudem ist die Nutzung in bereits vorhandenen Fahrzeugen und der bestehenden Tankstelleninfrastruktur aufgrund der chemischen Ähnlichkeit theoretisch unkompliziert. Allerdings sind geeignete Reststoffe nur begrenzt verfügbar. Zudem bleiben beim Verbrennen lokale Abgasemissionen bestehen und die Energieeffizienz liegt deutlich unter der eines batterieelektrischen Antriebs.Nexa 95 ist seit Ende 2025 kommerziell erhältlich, bislang aber nur an 30 Tankstellen in Spanien. Repsol produziert das erneuerbare Benzin in bestehenden Raffinerieanlagen und spricht von industriellem Maßstab, nennt jedoch weder Produktionskapazität noch Absatzmenge. Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige FREITAG® Immobilien FREITAG® Immobilien – Ihr Makler und Gutachter für München & Starnberg Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt