Eine Forschungsgruppe aus den USA hat womöglich den ersten eindeutigen Beweis für eine Atmosphäre bei einem erdähnlichen Exoplaneten gefunden, der seinen Stern in der sogenannten habitablen Zone umkreist. Der Fund sei ein großer Meilenstein für die Suche nach außerirdischem Leben, ordnet das Center for Astrophysics | Harvard & Smithsonian die Bedeutung ein. Nachgewiesen wurde demnach eine an Helium reiche obere Atmosphäre bei dem Exoplaneten LHS 1140 b, der Stoff entweicht demnach langsam ins All. Gleichzeitig tauchte das Helium nur zu einem bestimmten Zeitpunkt auf, bei einer früheren Analyse fehlte es. Das deutet darauf hin, dass ein sich verändernder Prozess dahintersteckt. Darüber kann man bislang nur spekulieren.

Schon seit Jahren im Fokus

Gelungen ist der Nachweis demnach mit dem Spektrografen WINERED am Magellan-Teleskop in Chile und damit von der Erdoberfläche aus. Ermöglicht wurde das zum einen durch einen Algorithmus, der ermitteln konnte, welcher Teil eines Signals von der Erdatmosphäre stammt und welcher nicht, erklärt die University of Florida. Hinzu kam eine spezielle Konstellation, bei der in dem 49 Lichtjahre entfernten System nicht nur LHS 1140 b vor seinem Stern vorübergezogen ist, sondern kurz zuvor mit LHS 1140 c ein weiterer Exoplanet. Die spektrografischen Messungen hätten deutlich die Unterschiede zwischen beiden aufgezeigt und den Hinweis auf die Atmosphäre bei LHS 1140 b geliefert. Als Nächstes soll deren Zusammensetzung ermittelt werden.