Ein kantig geformtes Kastenweißbrot, zwei kurze Arme mit riesigen Händen und ebenso großen Füßen – und dazu dieser immer gleiche lebensmüde, trostlose Blick: Bernd das Brot zählt wohl zu den wenigen Figuren im deutschen Fernsehen, denen man tatsächlich Kultstatus zusprechen kann.Seit dem 2. September 2000 gibt es das übergroße, schlecht gelaunte Toastbrot. Seit 2003 wird es vom Kindersender Kika in der berühmten „Nachschleife“ ausgestrahlt und klopft dort seine typischen Sprüche wie „Mein Leben ist die Hölle“, „Ich möchte einfach nur meine Ruhe haben“ oder „Mist!“.

Funktioniert Bernd das Brot auch im Ausland?

Während Kinder über Bernd das Brot vor allem lachen, weil er so absurd, vorhersehbar, frech und anders als die meisten Figuren im Kinderfernsehen ist, dürfte er bei Erwachsenen Anklang finden, weil sie sich in seiner mürrischen, überforderten Haltung wiedererkennen und seinen trockenen Weltschmerz verstehen. Doch funktioniert Bernd nur deshalb so gut, weil die einen mit ihm aufgewachsen sind und die anderen sie beim Aufwachsen begleitet haben?

Offenbar nicht. Auf Instagram zeigt sich ein in Berlin lebender US-Comedian immer wieder mit Merchandise des wohl bekanntesten deutschen Brotes, fällt damit auf – und wird von seinen Tausenden Fans dafür gefeiert. „Viele fragen mich, woher ich diese Bernd-das-Brot-Basecap habe“, sagt Drew Portnoy in einem Video. Der gebürtige Amerikaner tauschte Ende der 90er-Jahre die Rocky Mountains seiner Heimat Colorado gegen das Berliner Nachtleben ein und ist mittlerweile fester Bestandteil der hiesigen Comedyszene.