Die Ölpreise haben am Donnerstag nicht weiter zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostete zuletzt 84,78 US-Dollar, das waren 0,20 Prozent trotz erneuter Angriffe im Iran-Konflikt weniger als am Vortag. Zuvor waren die Ölpreise tagelang kräftig gestiegen.
Am Mittwoch hatte das US-Militär zwei weitere Angriffswellen gegen den Iran gestartet. Attackiert wurden demnach Kommandozentren, Flugabwehrstellungen und andere militärische Ziele. Mit den Angriffen sei die Fähigkeit des Irans eingeschränkt worden, Handelsschiffe in der Straße von Hormus zu bedrohen. Kurz nach Beginn der neuen Angriffswelle auf Ziele im Iran waren in den mit den USA verbündeten Golfstaaten Kuwait und Bahrain wieder Sirenen und Explosionsgeräusche zu hören. Israel hat nach eigenen Angaben die USA darüber informiert, dass es sein Militär nicht aus den besetzten Gebieten im Libanon, in Syrien und im Gazastreifen abziehen werde. Verteidigungsminister Israel Katz habe dies seinem US-Kollegen Pete Hegseth mitgeteilt, erklärte sein Büro am Donnerstag.
Mehr als 23 Millionen weitere Kinder könnten laut dem UN-Hilfswerk Unicef durch den Konflikt im Nahen Osten bis zum Jahresende in Armut rutschen. Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar ist der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus stark eingeschränkt. Die Meerenge ist eine wichtige Lieferroute für den Öl- und Gashandel sowie Düngemittel. Der Konflikt zwischen den USA und Israel einerseits und dem Iran andererseits habe schwerwiegende und möglicherweise unumkehrbare Folgen für Kinder weltweit, besonders in einkommensschwachen Regionen, teilte Unicef am Donnerstag in New York zur Veröffentlichung einer Analyse mit.













