Der Ölmarkt hat bislang erstaunlich gelassen auf die Eskalation im Nahen Osten reagiert. Seit Ende Mai kostet Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee stabil weniger als 100 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Gegenseitige Angriffe der USA und Iran sowie Meldungen über eine Sperrung der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus sorgten am Ölmarkt nicht für größere Preissprünge.
Zum Start des Krieges Ende Februar hatte die faktische Sperrung der Straße von Hormus den Preis für Rohöl der Sorte Brent noch sprunghaft von etwa 75 Dollar bis auf etwa 120 Dollar je Barrel im März nach oben getrieben. Im Vergleich zur Anfangsphase des Irankriegs zeigen sich damit auf dem globalen Ölmarkt nun aber wichtige Veränderungen.Auch am Donnerstag haben die Ölpreise nur kurz auf neue Drohungen von US-Präsident Donald Trump (79) an Iran reagiert. Die Notierung für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im August wurde am Nachmittag bei 93,39 Dollar gehandelt und damit etwa auf dem Niveau vom Vortag. Am frühen Nachmittag war der Preis für Brent-Öl zeitweise etwas stärker gestiegen, auf über 94 Dollar. Zuvor hatte Trump mit der Übernahme der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Charg gedroht. In nicht allzu ferner Zukunft werde man die Insel und andere Öl-Infrastrukturpunkte übernehmen und die „vollständige Kontrolle“ über Irans Öl- und Gasmärkte erlangen, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. Er kündigte zugleich schwere Angriffe auf Iran für die Nacht an.











