Trotz sengender Hitze von über 40 Grad und kollabierenden Fans plant die Fifa die nächste WM 2030, als gäbe es keine Klimakrise.

Klar kühlen auch Rasensprenger – wenn es denn Wasser gibt. In Marokko ist das jetzt schon knapp

Lindsey Wasson/ap/dpa

Für Norwegen geht es um alles in dieser zweiten Hälfte der Verlängerung im Viertelfinale gegen England, aber nicht mehr für Superstar Erling Haaland. Der Hitzeindex – berechnet aus Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit – zeigt an diesem frühen Abend des 11. Juli 2026 im Hard Rock Stadium in Miami 42 bis 44 Grad. Haaland muss vom Platz, „völlige Erschöpfung“ sagt sein Coach.

Solche Beobachtungen sind inzwischen mehr als Randnotizen der Turnierberichterstattung. Sie zeigen, wie die Erderhitzung zurückschlägt. Seit etlichen Jahren gilt der Fußball-Weltverband Fifa als einer der populärsten Treiber des Klimawandels – wegen unzähliger Flugreisen von Fans, Charter- und Privatflügen von Funktionären und Stars, wegen gigantischer Neubauten, klimatisierter Wüstenstadien in Katar, wegen Nachhaltigkeitsversprechen, die nicht lange hielten.