Nuhr hatte in einer ARD-Sendung „Nuhr im Ersten XXL“ am 18. Juni 2026 gesagt, „die Wahrscheinlichkeit, bei 300 bis 350 Femiziden pro Jahr auf einen Frauenmörder zu treffen, ist praktisch null“. Er schob hinterher: „Zur Sicherheit wäre es nicht schlecht, wenn man den Partner vor dem Geschlechtsverkehr vielleicht einfach erst mal kennenlernt.“Von Sinnen erklärte in der „NOZ“, sie habe von Nuhrs Aussagen erst durch die Medien erfahren. Sie sei „aus allen Wolken“ gefallen. „Jedes Jahr werden an die 350 Frauen von ihren Männern ermordet – und er sagt das?“, wird von Sinnen in dem Interview zitiert. „Was ist das für eine unfassbare Unverschämtheit von Nuhr? Was ist das für eine unfassbare Verniedlichung von Femiziden und Verleugnung dieses Frauenhasses?“, so von Sinnen weiter. Sie sei gespannt, „ob Herr Nuhr seinen Job bei der ARD behält“.Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik wurden 2024 in Deutschland 308 Mädchen und Frauen getötet. Tatsächlich ist es aber gar nicht so einfach festzustellen, wie viele davon als Femizide zu bewerten sind – also Taten, bei denen Frauen getötet wurden, eben weil sie Frauen sind. Als entscheidend gilt die Absicht eines Täters, eine Frau zu erniedrigen oder zu kontrollieren. Zudem bewerten Gerichte in Deutschland Femizide unterschiedlich. Das zeigt eine F.A.Z.-Recherche aus dem Jahr 2024, die 62 Femizide untersuchte. Demnach halten viele Gerichte den Femizidbegriff für juristisch unbrauchbar, da das Gesetz bei Straftaten nicht zwischen Männern und Frauen unterscheide.
Hella von Sinnen macht Dieter Nuhr schwere Vorwürfe wegen Witzen zu Femiziden
Schauspielerin Hella von Sinnen wirft dem Komiker Dieter Nuhr vor, mit seinen Witzen Frauenhass zu verleugnen. Seine Äußerungen seien eine „unfassbare Unverschämtheit“.






