Noch scheint der KI-Boom nicht abzuflachen: Im zweiten Quartal steigerte das taiwanesische Unternehmen TSMC seinen Überschuss um 77 Prozent auf umgerechnet 19,15 Milliarden Euro. Das waren etwa zwei Milliarden Euro mehr als von Analysten erwartet. TSMC ist derzeit das wertvollste börsennotierte Unternehmen in Asien. Für das Gesamtjahr erwartet man jetzt ein Wachstum von 40 statt 30 Prozent.Als Reaktion auf die hohe Nachfrage will TSMC mittelfristig unter anderem weitere 100 Milliarden Dollar in den USA investieren. Diese Summe kommt zu ‌den bereits angekündigten 165 Milliarden Dollar für den Bau mehrerer Werke im Bundesstaat Arizona hinzu. Dort könnten dem Chip-Auftragsfertiger zufolge vier zusätzliche Fabriken entstehen.Der wichtigste Wachstumstreiber für TSMC, das den weltgrößten Halbleiter-Konzern Nvidia und den iPhone-Anbieter Apple zu seinen Kunden zählt, ist das Geschäft mit modernen Hochleistungschips. Diese steuern inzwischen etwa ein Viertel zum Gesamtumsatz bei.Die in Frankfurt notierten TSMC-Aktien gaben dennoch mehr als zwei Prozent nach. „Trotz starker Gewinn- und Umsatzsteigerung bleibt die Skepsis der Investoren über die weitere Entwicklung im KI- und Rechenzentrumsgeschäft vorhanden“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses CMC Markets. Vergangene Woche hatten enttäuschende Zahlen des südkoreanischen Speicherchip-Herstellers Samsung ebenfalls Ängste vor einem Abflauen des KI-Booms geschürt.