Der weltweit größte Chipauftragsfertiger TSMC verbucht mit gut 40 Milliarden US-Dollar Umsatz ein neues Rekordquartal. Knapp 22,4 Milliarden US-Dollar bleiben im zweiten Quartal 2026 als Nettogewinn übrig. „High-Performance-Chips“ machen inzwischen zwei Drittel von TSMCs Umsatz aus. Damit meint die Firma alle Prozessoren, GPUs, Beschleuniger und andere Chips von der Notebook-Klasse bis zu Ablegern für Rechenzentren.

Beeindruckend ist vor allem der Jahresvergleich: Gegenüber dem zweiten Quartal 2025 steigt der Umsatz um 34 Prozent. Der Nettogewinn legt noch viel stärker zu, mit einem Plus von gut 74 Prozent. Analog steigt die Bruttomarge von 58,6 auf 67,7 Prozent; ein immenser Wert für einen Chipauftragsfertiger.

Das zeigt, wie stark TSMCs Preise gestiegen sein müssen und untermauert entsprechende Gerüchte. Genaue Preise bleiben Spekulationssache, weil die Industrie diese traditionell geheim hält.

Mehr Wafer

Ein eher kleiner Teil des Wachstums kommt vom Produktionsausbau: TSMC hat im zweiten Quartal 2026 knapp 17 Prozent mehr Silizium-Wafer belichtet als ein Jahr zuvor. Gut 4,3 Millionen sogenannte 300-mm-Wafer-Äquivalente nennt die Firma aktuell. Dabei rechnet TSMC auch Wafer mit einem Durchmesser von 200 mm oder kleiner auf den aktuellen 300-mm-Standard hoch, der bei allen modernen Fertigungsprozessen üblich ist. Aus einem Wafer werden schlussendlich Dutzende bis Tausende Chips geschnitten.