Es gibt diesen Moment auf der Langstrecke, in dem der Kaffee von der letzten Pause die Regie übernimmt. Blinker raus, Schild verspricht Erlösung.Und dann steht man vor einer Tür, hinter der es nach 1994 riecht.Der ADAC hat 50 unbewirtschaftete Rastplätze getestet. Ostdeutschland kommt dabei erstaunlich glimpflich davon. Was vor allem etwas über den Rest der Republik verrät.

Rodablick, der Letzte des Ostens

Den Titel „schlechtester Rastplatz Ostdeutschlands“ holt sich Rodablick an der A4 in Thüringen. Gesamtnote: mangelhaft.Dahinter folgen Rödertal, ebenfalls A4, und Mölenbarg Süd an der A20 in Mecklenburg-Vorpommern. Beide immerhin „ausreichend“ – jene Note, mit der man in der Schule weiterkam, ohne dass irgendwer stolz war.

Das Elend beginnt auf dem Klo

Sauberkeit ist für Autofahrer das wichtigste Kriterium. Und ausgerechnet dort holen 62 Prozent der Plätze ein „mangelhaft“ oder schlechter.Toiletten waren gesperrt. Papier fehlte, Seife ebenfalls. Handtrockner pusteten ins Nichts.