Fast jeder zweite Vollzeitjob in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern wird mit weniger als 3.500 Euro brutto im Monat bezahlt. Das zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes für April 2025, die der Linken-Bundestagsabgeordnete Dietmar Bartsch bei der Bundesregierung abgefragt hat. Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld sind dabei nicht eingerechnet.
Demnach lagen in Sachsen-Anhalt 48,7 Prozent der Vollzeitlöhne unter 3.500 Euro brutto, in Mecklenburg-Vorpommern waren es 48,34 Prozent. Bundesweit traf das nur auf rund 32 Prozent zu. Weniger als 4.500 Euro brutto verdienten in Sachsen-Anhalt rund 73 Prozent und in Mecklenburg-Vorpommern gut 74 Prozent. Im Bundesdurchschnitt waren es rund 58 Prozent.
Auch die durchschnittlichen Verdienste liegen in beiden Ländern deutlich unter dem Bundeswert. Vollzeitstellen wurden in Sachsen-Anhalt im Schnitt mit 4.010 Euro brutto im Monat bezahlt, in Mecklenburg-Vorpommern mit 4.022 Euro. Bundesweit lag der Durchschnitt bei 4.784 Euro.
Linke fordern „mehr Netto vom Brutto“
Die Fraktionsvorsitzende der Linken in Sachsen-Anhalt, Eva von Angern, bezeichnete die niedrigen Löhne als nicht akzeptabel. „Die Beschäftigten brauchen mehr Netto vom Brutto“, forderte sie. Steigende Beiträge für Rente und Gesundheit sowie hohe Preise an der Tankstelle würden mögliche Entlastungen bei der Einkommensteuer wieder aufzehren.







