Der Präsidentschaftswahlkampf in Frankreich beschäftigt auch die EZB in Frankfurt, denn deren Präsidentin Christine Lagarde mischt eifrig mit. Die Französin betont bei jeder Gelegenheit, wie wichtig es sei, dass das nächste Staatsoberhaupt europäisch denke, und dass sie mit jedem Kandidaten, jeder Kandidatin Gespräche führen wolle. Oder möchte sie gar selbst antreten? In einem Interview mit der Zeitung Les Echos Anfang Juli antwortete sie auf die Frage, ob sie eine persönliche Beteiligung am Wahlkampf in Erwägung ziehe, um einen Kandidaten zu unterstützen oder sogar selbst zu kandidieren: „Ich werde mir selbst einige Fragen stellen.“ Wenige Tage später ruderte sie zurück und erklärte dem Sender Euronews, sie sei „keine Kandidatin für irgendetwas“.