Im Zoo Basel hat ein Gorilla sein vier Tage altes Baby durch einen Biss getötet. Die Mutter Joas, 37, habe das tote Jungtier nun an sich genommen und trage es weiter bei sich, sagte Sprecher Stefan Leimer. Das komme bei Gorillas über Tage oder sogar Wochen vor. Der Zoo werde in dieses natürliche Verhalten nicht eingreifen. Das Affenhaus sei weiter geöffnet und Joas könne sich mit dem toten Baby sowohl im Innen- als auch Außengehege bewegen.
Der Vater Yeba, 14, hatte am selben Tag bereits das Männchen Mobali, 11, durch einen Biss so verletzt, dass das Tier eingeschläfert werden musste.Im Fall des Babys sei es ein »unbeabsichtigter Biss« in den Brustkorb gewesen, so der Zoo . Die Mutter habe das Jungtier seit der Geburt eng am Körper getragen. Vater Yeba habe das Baby dann am Dienstag an sich genommen und ausgeprägtes Interesse an ihm gezeigt. »Gleichzeitig ließ er die Mutter nicht mehr in seine unmittelbare Nähe«, so der Zoo. Es sei zu Rangeleien zwischen Joas und Yeba gekommen, dabei habe der Vater das Baby unbeabsichtigt in den Brustkorb gebissen und so getötet.
Gorilla-Gruppe unter BeobachtungDas Gorilla-Mädchen war am 11. Juli geboren worden und der erste Nachwuchs für Yeba, das fünfte Junge für Joas. Yeba war erst im Oktober aus einem Zoo in Frankreich nach Basel gekommen.Nach Angaben des Zoos ist es nicht ungewöhnlich, dass Artgenossen von Gorillas deren Jungtiere töten. »Die Ursachen dafür können vielfältig sein und stehen unter anderem im Zusammenhang mit der komplexen sozialen Struktur innerhalb von Gorillagruppen«, teilt der Zoo mit.










