Ein Meilenstein für die neue Rader Hochbrücke: Nach über drei Jahren Bauzeit ist heute das verbindende Mittelstück für den ersten Teil des Baus eingehoben worden. Wegen Vorsichtsmaßnahmen verzögerte sich der Einhub zunächst.

von Wolfgang Bädecker

Beim Neubau der Rader Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal bei Rendsburg ist ein erster Meilenstein geschafft: Um 9.52 Uhr wurde das verbindende Mittelteil des ersten Teilstücks komplett eingehoben. Auf den letzten Zentimetern kamen die Arbeiten aber ins Stoppen. Als Vorsichtsmaßnahme musste an der Nordseite ein Stück des Stahlteils weggeschnitten werden.

Der Grund: Durch die Tageswärme dehnte sich das Mittelteil minimal aus. Dem wirkten die Bauarbeiter laut DEGES mit der Maßnahme entgegen. Die Sperrung des Nord-Ostsee-Kanals wurde deshalb verlängert. Seit 10 Uhr ist der Kanal wieder freigegeben.

Bei dem Mittelteil handelt es sich um ein 118 Meter langes und 18,8 Meter breites Element aus Stahl mit rund 1.250 Tonnen Gewicht. Das große Stahlteil wurde an Stahlseilen - sogenannten Litzen - 50 Meter nach oben gezogen. Etwa um 22.30 Uhr ging es am Mittwochabend los.