Viele Kinder in der frontnahen Stadt Sumy im Nordosten der Ukraine leiden unter Angststörungen. Spielplätze und Schulen sind gefährliche Orte geworden.

Ein zerstörtes Wohnhaus im ukrainischen Sumy nach russischen Angriffen 2026

Francisco Richart/Zuma Press/imago

I n meiner Heimatstadt Sumy, im Nordosten der Ukraine, nur 17 Kilometer von der Front entfernt, gibt es schon wieder keinen Strom. Seit 24 Stunden. Die Russen hatten zwei Fliegerbomben auf das städtische Umspannwerk abgeworfen. Und vier auf das Heizkraftwerk.

Ich sitze in einem Café, in dem ein Generator lärmt. Die Hitzewelle, die Ende Juni ganz Europa erfasst hatte, ist nun auch im Osten der Ukraine angekommen. Ohne Strom, Internet und Ventilatoren wird sie zu einer weiteren Herausforderung für Kinder und Erwachsene, die seit viereinhalb Jahren unter russischem Beschuss leiden.