Vor der Großen Sporthalle am Weißenseer Weg stapeln sich Natursteinplatten auf Paletten. Sortiert nach Größe, einzelne mit Farbe markiert.Ein Bagger arbeitet an der Längsseite, ein Radlader schiebt Material über den aufgerissenen Vorplatz. Bauschutt ist das nicht. Die Farbmarkierungen sprechen dafür, dass die Bauleitung jede Platte erfasst und nach Eigenschaften oder späterer Verwendung ordnet. Denn der Schutz für diesen Ort endet nicht an der Fassade: In den Berliner Planungsunterlagen ist das Sportforum als Gesamtanlage eingetragen, ausdrücklich samt der Außenanlagen der Sporthalle.Der Boden vor der Tür ist Denkmal.
Die Halle war das Aushängeschild des DDR-Sports
Am 25. Januar 1958 wurde sie als Dynamo-Sporthalle eingeweiht, im Beisein von Walter Ulbricht. Gebaut hatte sie der VEB Industriebau Berlin, im Auftrag des Ministeriums des Innern und des Ministeriums für Staatssicherheit, nach Entwürfen eines Architektenkollektivs unter Leitung von Walter Schmidt.47 Meter breit, 65 Meter lang, 15 Meter hoch, je nach Sportart 2000 bis 4000 Zuschauer. Es gab hier die erste transportable Rundbahn der DDR, 143 Meter lang, mit überhöhten Kurven.
Beflaggt zur Briefmarken-Ausstellung DEBRIA: die Dynamo-Sporthalle im Sportforum Hohenschönhausen am 4. September 1959.







