Der britische Premier Keir Starmer wirft angesichts monatelanger Regierungskrisen das Handtuch. Kann sein Nachfolger Andy Burnham es richten?

In Großbritannien geht es seit einiger Zeit hoch her, und das hat auch viel mit dem Premierminister des Landes zu tun, Keir Starmer.

2024 gelang ihm mit seiner Labor-Partei ein Erdrutschsieg bei den Wahlen, womit er die Ära der konservativen Tories beendete. Doch schon kurz nach seinem Amtsantritt begann der Ärger. Unpopuläre Sparmaßnahmen, Diskussionen um fragwürdige Geschenke – und schließlich natürlich die Mandelson-Affäre. Da kam heraus, dass er Peter Mandelson zum Botschafter in den USA gemacht hatte, obwohl er von dessen Freundschaft mit Sexualstraftäter Jeffrey Epstein wusste. Und während Starmer mit all diesen Probleme gekämpft hat, sind die Rechten von Reform UK mit Nigel Farage auf dem Vormarsch.

Auch innerhalb der Labour-Partei wurde der Ton zuletzt rauer: Kritiker warfen Starmer vor, zentrale Wahlversprechen aus den Augen zu verlieren und den Rückhalt an der Parteibasis zu verspielen. Die Umfragewerte sanken, während die politische Stimmung im Land zunehmend gereizter wurde.

Jetzt hat Starmer seinen Rücktritt angekündigt, und ein anderer soll es nun richten: Andy Burnham, der Starmer am kommenden Montag wohl als Premierminister ablösen wird. Burnham gilt als einer der profiliertesten Labour-Politiker des Landes und war viele Jahre Bürgermeister der Metropolregion Greater Manchester. Dort machte er sich unter anderem mit seinem Einsatz für den Ausbau des Nahverkehrs und für mehr regionale Eigenständigkeit einen Namen.