Morning Briefing Podcast SpaceX: Bilanzielle Schwerkraft gilt auch für Elon Musk Gerade eben
Abspielen 08:11Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,nicht alles, was zum Mond will, fliegt auch hoch. Diese Erfahrung hat gestern Elon Musk gemacht. Die Aktie seines Raumfahrt- und KI-Unternehmens SpaceX ist nach einem explosionsartigen Start vor einem Monat gestern endgültig wieder in den Bereich gekommen, in dem die Gesetze der (bilanziellen) Schwerkraft gelten. Die Aktie notierte am Mittwoch zeitweise bei 132,50 Dollar, also spürbar unter den 135 Dollar Ausgabepreis und sehr deutlich unter dem zwischenzeitlichen Höchstpreis von um die 200 Euro. Sie schloss am Ende bei 135,27 Dollar.Das lenkt den Blick nicht nur auf die bisher so euphorischen Anleger, sondern vor allem auf jene Bank-Chefs und Analysten, die sich zuletzt von Marktstrategen zu Fanboys des Elon Musk wandelten: JP-Morgan-Chef Jamie Dimon etwa warb persönlich für ein Investment und bezeichnete Musk als „Edison unserer Zeit“, Analysten großer US-Banken prophezeiten noch vergangene Woche Kursziele von 300 Dollar und mehr binnen eines Jahres.Dabei war schon da klar, dass SpaceX vor allem ein Hoffnungswert ist, der weniger von der Substanz als von den Träumen seiner Anleger lebt. Weder wird das Unternehmen in den nächsten Jahren Gewinne erwirtschaften, noch gelten die ausgerufenen technologischen Ziele als realistisch. Zudem muss SpaceX in den kommenden Jahren 700 Milliarden Dollar refinanzieren, die es nicht hat.Nun ist es nicht so, dass auch ein solches Unternehmen auf Dauer kein gutes Investment ist. Auch Visionen können sich irgendwann monetarisieren, Musk hat das mehr als einmal bewiesen. Aber der Unmut mancher Kleinaktionäre, der sich gestern angesichts der Kursentwicklung äußerte, der mutet seltsam an – dass die Anteile eine Wette sind, war absehbar. Es ist eben wie in der Raumfahrt: Nicht jeder, der zum Mond will, ist für Höhenflüge geeignet. Und manchmal klappt es erst beim vierten Start. Das gilt für Raketentüftler wie für Raketenaktien.Delivery Hero-Zentrale in Berlin: Zuvor waren die Aktien um über zwei Prozent gefallen. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpaDelivery Hero: Uber macht wohl MilliardenangebotDer US-Fahrdienst Uber will laut der Kollegen von der „Financial Times“ heute ein rund 12,5 Milliarden Euro schweres Übernahmeangebot für den Berliner Essenslieferdienst Delivery Hero vorlegen. Deren Aktionäre sollen 41 Euro je Aktie geboten bekommen. Die Aktien von Delivery Hero waren zuvor im Xetra-Handel um 2,3 Prozent auf 38,18 Euro abgebröckelt. Die Berliner hatten bereits am Dienstag bestätigt, dass man mit Uber spreche.Damit sich Uber an dem Deal nicht verschluckt, sind für die Folge größere Umbauten geplant. Um zu große Überlappungen mit dem Geschäft des Tochterunternehmens „Uber Eats“ zu vermeiden, das ebenfalls Speisen aus Restaurants ausliefert, wolle Uber die türkische Tochter Yemeksepeti sowie Lieferdienste in anderen europäischen Ländern an einen Investor abgeben, hieß es gestern Abend.KfW-Vorstandschef Stefan Wintels: „Ich finde, wir sollten mit dem Gemecker aufhören.“ Foto: picture alliance/dpaMittelstand: Hat dieser Mann die Wachstumsformel für Deutschland?Hat dieser Mann gefunden, wonach mittlerweile schon die zweite Bundesregierung sucht: eine Wachstumsformel für Deutschland? Stefan Wintels, Chef der bundeseigenen KfW, will die Hightech-Start-up-Förderung seiner Bank auf den Mittelstand ausweiten. Meinen Kollegen Sebastian Matthes und Yasmin Osman sagte er:














