Argentiniens Fußball-Nationalmannschaft hat den WM-Halbfinalsieg über England mit einem politischen Banner mit einer Anspielung auf den Falklandkrieg gefeiert. „Las Malvinas son argentinas“ („Die Malwinen sind argentinisch") – diese Botschaft stand auf einem weißen Plakat, das Lisandro Martínez und Giovani Lo Celso kurz nach dem Finaleinzug gegen die Three Lions (2:1) präsentierten. Das Banner bezieht sich auf den Konflikt um das Gebiet im Südatlantik, das in Großbritannien als Falklandinseln und in Argentinien als Islas Malvinas bekannt ist und vor 44 Jahren zu einem 74-tägigen Krieg führte. Mehr als 900 Menschen starben dabei. Mit dem Spruch will Argentinien seine vermeintlichen Besitzansprüche auf das Britische Überseegebiet unterstreichen. Die Vizepräsidentin des südamerikanischen Landes, Victoria Villarruel, verschärfte die Spannungen im Vorfeld des Anpfiffs, indem sie die Engländer als „usurpierende Piraten“ bezeichnete.Versöhnliche Töne schlug Argentiniens Präsident Javier Milei an. „Fußball und der Falklandkonflikt dürfen nicht vermischt werden“, sagte Milei am Abend im Radiosender Radio Mitre, ohne die Geste der Spieler explizit zu erwähnen. Die Falklandinseln würden durch „kluge Diplomatie gewonnen, nicht durch billige patriotische Gesten. Wir machen diplomatisch enorme Fortschritte. Es ist uns gelungen, die UN dazu zu bewegen, England zu Gesprächen mit uns zu zwingen. Aber lassen wir uns nicht täuschen, es ist nur ein Fußballspiel.“Auch Argentiniens Trainer Lionel Scaloni hatte vor dem Spiel zwar betont, dass es sich „lediglich um ein Fußballspiel“ handele. Die Erinnerung an den Falklandkrieg von 1982 ist in Argentinien bis heute tief verankert. „Wir waren uns bewusst, was dieses Spiel für dieses Land bedeutete. Wir haben versucht, unser Land und all jene, die diesen traurigen Moment unserer Geschichte miterlebt haben, zu repräsentieren, damit sie sich mit uns identifizieren konnten und wir ein positives Bild vermitteln konnten“, sagte Nationalspieler Leandro Paredes. (sid)Der Sturm der Entrüstung traf Thomas Tuchel mit voller Wucht, das schmerzhafte Aus im WM-Halbfinale von Atlanta hatte den englischen Fußball in seinen Grundfesten erschüttert. Fans, Medien und Experten sahen die Hauptschuld für diese historische Schmach beim deutschen Trainer, doch Tuchel stellte sich allen Kritikern nach dem 1:2 gegen Lionel Messis Argentinier entschieden entgegen.„Ja, ich übernehme die Verantwortung, aber ich bereue absolut nichts. Wir haben eines unserer besten Spiele gespielt, vielleicht sogar das beste. Wenn es nicht gut ausgeht, ist es leicht zu sagen, dass meine Entscheidungen falsch waren“, sagte Tuchel und holte zum Gegenschlag aus: „Nach dem Spiel gibt es Millionen von Hobby-Trainern, die besser wissen, was zu tun ist.“Doch in den entscheidenden Momenten hatte sich Tuchel schlicht verzockt. „Das ist herzzerreißend. Tuchels Wechsel gehen nach hinten los“, schrieb die Zeitung Mirror. Als Anthony Gordon (55.) die Engländer in Führung geschossen hatte, zogen sie sich ohne von außen erkennbaren Grund zurück. Tuchel brachte drei Defensivspieler, wollte die Führung über die Zeit retten – doch England hatte dem immer größeren Druck des Titelverteidigers nichts entgegenzusetzen.„Natürlich geht es weiter mit dem Vertrag bis zur Heim-EM“, sagte Tuchel mit Blick die Europameisterschaft 2028: „Und darauf freue ich mich. Auch wenn es im Moment schwierig ist, so weit vorauszuschauen.“ (sid)FIFA-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina hat die indirekte Kritik von Frankreichs Trainer Didier Deschamps an der Leistung der Unparteiischen im WM-Halbfinale gekontert. „Als Reaktion auf die Äußerungen von Didier Deschamps, der infrage gestellt hat, ob unser Schiedsrichter das Niveau hatte, das Halbfinale zu leiten, ist die Antwort der FIFA eindeutig: „Ja, definitiv.““, sagte der frühere italienische Spitzenreferee Collina. „Unsere Schiedsrichter sind Weltklasse.“Barton hatte unter anderem einen klaren Foulelfmeter für Spanien gepfiffen, den Mikel Oyarzabal zum 1:0 nutzte. Das Team um Lamine Yamal tritt am Sonntag (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, bei MagentaTV und im ZDF) in East Rutherford bei New York im Endspiel an. (dpa)Schon vor dem Anpfiff des Halbfinal-Krachers zwischen England und Argentinien bei der Fußball-WM an diesem Mittwoch (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, bei MagentaTV und im ZDF) haben sich die beiden Teams das erste Duell geliefert. Bei der Anfahrt zum WM-Stadion in Atlanta tuckerte der Bus mit den Argentiniern um Superstar Lionel Messi auf der rechten Spur eher gemächlich vor sich hin und musste dann sogar kurz halten. Von hinten kamen die Engländer um deren Kapitän Harry Kane, setzten zum Überholmanöver an und überholten die Argentinier. Pünktlich im Stadion waren beide Teams.Haiti hat sich fast drei Wochen nach dem Gruppen-Aus bei der Fußball-WM von Nationaltrainer Sébastien Migné getrennt. Wie der Verband FHF mitteilte, sei die Trennung „im gegenseitigen Einvernehmen und in aller Freundschaft“ geschehen – und offenbar auch mit einem Wunsch des französischen Trainers verbunden gewesen: Denn Migné wurde wenige Stunden später zum neuen Nationaltrainer des Gabun ernannt.Der gabunische Verband (FGF) erklärte in seiner Mitteilung am Mittwoch, die Bekanntgabe verzögert zu haben, um die vertraglichen Klauseln zwischen Migné und seinem ehemaligen Arbeitgeber zu respektieren. Haiti benannte zunächst keinen Nachfolger und steht vor einem Umbruch. „Diese im Geiste des gegenseitigen Respekts und des Dialogs getroffene Entscheidung ermöglicht es beiden Seiten, die nächste Etappe ihres Weges in aller Ruhe anzugehen“, schrieb die FHF. Migné hatte Haiti 2024 übernommen und erstmals seit 52 Jahren wieder zur WM geführt. Dort war der Karibikstaat in der Gruppe C gegen Schottland (0:1), Brasilien (0:3) und Marokko (2:4) jedoch chancenlos geblieben. Migné (53) ist damit schon der 17. Trainer, der seinen Posten während des noch laufenden XXL-Turniers in Nordamerika räumen musste. (sid)Die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla hat nach ihren rassistischen Beleidigungen gegen Fußballstar Kylian Mbappé verbal nachgelegt und Schadenfreude über das WM-Aus der Franzosen geäußert.Nach dem Ausscheiden der Équipe Tricolore im Halbfinale der Fußball-WM gegen Spanien (0:2) zeigte sich die Politikerin im paraguayischen Senat demonstrativ in den Farben Spaniens und erklärte: „Wie viele andere freue ich mich für Spanien, das Mutterland. Deshalb die Farben als Hommage. (...) Mbappé hat nun sein Karma abbekommen. Das paraguayische Karma, nicht nur meines“, zitierte die Zeitung „Hoy“ die Politikerin.Zuvor hatte sich Amarilla bereits auf ihren Social-Media-Kanälen mit schadenfreudigen Memes über das französische Scheitern gegen die Iberer lustig gemacht.Die Senatorin hatte einen Tag nach Paraguays WM-Aus im Achtelfinale gegen Frankreich (4. Juli) den französischen Stürmer unter anderem als einen „kolonisierten Kameruner“ bezeichnet, der den harten Franzosen spiele, „voller Minderwertigkeitskomplexe, neureich, arrogant und hässlich“ sei. Frankreichs Fußballverband hatte nach den verbalen Ausfällen der Politikerin Anzeige erstattet. Die Pariser Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen öffentlicher Beleidigung auf rassistischer Grundlage sowie wegen öffentlicher Aufstachelung zu Hass oder Gewalt ein. (dpa)Erst führte er in der Heimat royale Freudentänze auf – dann meldete sich der spanische König Felipe VI. für das Finale der Fußball-WM in East Rutherford höchstpersönlich als Zuschauer an. Das teilte das Königshaus am Mittwochabend nach dem Sieg gegen Frankreich (2:0) im Halbfinale mit und wurde auf AFP-Nachfrage präziser: „Sie kommen alle vier.“ Also Felipe, Königin Letizia und die gemeinsamen Töchter Leonor und Sofía.Unmittelbar nach dem Finaleinzug hatte der König der Mannschaft und Trainer Luis de la Fuente bereits telefonisch gratuliert. Das Königshaus veröffentlichte zudem ein Video, das die Familie in Trikots beim Bejubeln des Halbfinal-Triumphs zeigt.„Ihr habt wieder einmal bewiesen, warum ihr zu den besten Mannschaften der Welt gehört. Jetzt, mit dem ganzen Land an eurer Seite, ist der Moment gekommen, um den Titel zu kämpfen“, schrieb das Königshaus bei X: „Danke, dass wir diese Reise miterleben dürfen.“ Der König hatte bereits das Vorrundenspiel gegen Uruguay (1:0) live im mexikanischen Guadalajara verfolgt.De la Fuente bezeichnete es am Dienstagabend in Dallas als „eine Quelle von Stolz, dass der König angerufen hat“. Man habe den „Leuten auf den Straßen Spaniens eine Freude bereitet“, sagte er nach dem überzeugenden Erfolg gegen die Franzosen: „Wir sind ein vereintes Land für ein gemeinsames Ziel. Wir haben noch einen Schritt vor uns.“ (sid)Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat kein Unterstützungsschreiben für die Wiederwahl des FIFA-Präsidenten Gianni Infantino unterzeichnet. Das bestätigte der DFB an diesem Mittwoch. „Weitere Schritte werden im DFB-Präsidium beraten“, hieß es in einer Stellungnahme des Verbandes. Zuerst hatte „Bild“ über den Vorgang berichtet. Demnach warb FIFA-Direktor Elkhan Mammadov aus Aserbaidschan während der Weltmeisterschaft bei europäischen Nationalverbänden für die Wiederwahl Infantinos beim Kongress des Weltverbandes am 18. März 2027 in Rabat/Marokko. Infantino ist bei der WM unter anderem durch den Fall Folarin Balogun weiter in die Kritik geraten. Die Rot-Sperre des US-Stürmers war nach einem Anruf von US-Präsident Donald Trump bei Infantino aufgehoben worden. Schon beim FIFA-Kongress Anfang Mai in Vancouver hatte DFB-Präsident Neuendorf ein sofortiges Wahlversprechen an Infantino vermieden. „Die Bewertung einer Kandidatur ist nicht meine alleinige Entscheidung, sondern obliegt unseren Gremien. Daher werden wir uns innerhalb des DFB und gemeinsam mit der DFL mit der Kandidatur beschäftigen und nach dem Ende der Bewerbungsfrist eine Entscheidung treffen“, sagte der deutsche Spitzenfunktionär damals. Infantino hatte zum Abschluss der Veranstaltung in Vancouver angekündigt, im kommenden Jahr zum vierten Mal um den Posten als FIFA-Präsident zu kandidieren. Infantino war 2016 auf Joseph Blatter gefolgt und zweimal jeweils ohne Gegenkandidaten im Amt bestätigt worden. Laut Statuten wäre eine abermalige Amtszeit bis 2031 seine letzte als FIFA-Chef.Der DFB hatte Infantino bei dessen letzter Wiederwahl 2023 in Ruandas Hauptstadt Kigali die direkte Unterstützung bei der per Akklamation erfolgten Bestätigung im Amt versagt. Danach habe sich das Verhältnis wieder normalisiert, wie der Verband und Infantino selbst versicherten. Neuendorf war in der Vergangenheit oft ein zu unkritisches Verhältnis zum Schweizer Spitzenfunktionär nachgesagt worden. Bislang ist Infantino noch ohne Gegenkandidaten. Eine Opposition ist in der Fußballwelt derzeit nicht in Sicht. So hatte sich das Council des südamerikanischen Kontinentalverbands Conmebol einstimmig für seine Wiederwahl ausgesprochen. Die afrikanischen und asiatischen Verbände kündigten kurz vor dem Kongress ihre uneingeschränkte Unterstützung an. Damit hätte Infantino bereits jetzt die erforderliche Mehrheit für eine Wiederwahl. (dpa) Warum konnte Spanien das von vielen favorisierte Team aus Frankreich besiegen? Tobias Rabe hat dazu folgende Meinung: Unbekannte haben versucht, in das Haus des spanischen Nationalspielers Lamine Yamal bei Barcelona einzubrechen. Der Einbruchsversuch sei in der Nacht auf Mittwoch vom privaten Sicherheitsdienst des 19-Jährigen vereitelt worden, berichteten die Zeitung „La Vanguardia“ und weitere spanische Medien unter Berufung auf die Behörden der Region Katalonien. Nur wenige Stunden zuvor hatte Yamal mit Spanien bei der WM in den USA nach einem Halbfinal-Sieg über Frankreich (2:0) das Endspiel erreicht.Die katalanische Polizei bestätigte auf Anfrage den Vorfall, nicht aber die Identität des betroffenen Hausbesitzers. Dementiert wurden die Berichte zugleich nicht. Man habe Ermittlungen aufgenommen und fahnde nach den unerkannt entkommenen Tätern, sagte ein Sprecher der Mossos d'Esquadra.Laut dem Bericht von „La Vanguardia“ entdeckte ein Wachmann auf Überwachungskameras gegen vier Uhr zwei Männer auf einer der Grundstücksmauern des Anwesens in Esplugues de Llobregat. Demnach wurden in der Gegend in der Nacht mindestens zwei weitere Einbrüche verübt. Die Ermittler prüften, ob zwischen den Taten ein Zusammenhang besteht, hieß es.Immer wieder werden Häuser prominenter Fußballprofis in Europa Ziel von Einbrecherbanden. Das Anwesen des Stürmers des FC Barcelona ist in Spanien auch deshalb bekannt, weil es früher dem ehemaligen Fußballstar Gerard Piqué und der Sängerin Shakira gehörte. Nach dem Kauf veröffentlichte Yamal merhmals Bilder des Hauses und der Außenanlagen in sozialen Netzwerken.Yamal war am Dienstag mit seiner Auswahl durch einen 2:0-Erfolg gegen Frankreich in Arlington im US-Staat Texas in das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft eingezogen. Dort treffen die Spanier am Sonntag auf den Sieger des zweiten Halbfinals zwischen England und Weltmeister Argentinien. (dpa)Das bevorstehende Duell zwischen England und Argentinien im WM-Halbfinale an diesem Mittwoch (21.00 Uhr MESZ im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, bei MagentaTV und in der ARD) ist auch wegen der Vorgeschichte beider Länder brisant; auf und neben dem Fußballplatz: Argentiniens Trainer Lionel Scaloni hat vor einer Vermischung des WM-Halbfinals gegen England mit dem Falkland-Krieg vor 44 Jahren gewarnt. „Wir denken an Argentinier, an Menschen, die wir im Krieg verloren haben. Aber das müssen wir von dem Spiel trennen“, sagte Scaloni vor der Partie in Atlanta am heutigen Mittwoch (21.00 Uhr MESZ im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, bei MagentaTV und in der ARD).Das sah die Vize-Präsidentin seines Landes ganz anders. „Wir spielen gegen die Piraten-Usurpatoren. Das ist kein Spiel wie jedes andere“, schrieb Victoria Villarruel auf X und kündigte an: „Ich werde nicht politisch korrekt sein oder mich zurückhalten. Gegen die Engländer geht es um mehr.“ Villarruels Vater hatte im Krieg um die Falkland-Inseln für Argentiniens Militärdiktatur gekämpft. Es ginge im Spiel darum, „den Eindringlingen die Stirn zu bieten“, schrieb die ultrarechte Politikerin weiter: „Hoch lebe Argentinien! Wir werden nämlich bis zum letzten Atemzug fordern, was uns gehört.“Argentinien und Großbritannien hatten 1982 mehr als 70 Tage lang Krieg um die Falkland-Inseln vor der Küste Argentiniens geführt. Dabei starben rund 1000 Soldaten. Die Inseln sind seit 1833 britisches Überseegebiet. Bis heute weigert sich Großbritannien, über den Anspruch auf die sogenannten Malvinas zu verhandeln. Argentiniens Nationalcoach Scaloni wies darauf hin, dass der militärische Konflikt lange her und Geschichte sei. „Was haben die Spieler damit zu tun?“, fragte der 48-Jährige. „Es wäre falsch, das mit dem Spiel zu vermischen.“ In dem sportlichen Duell ermitteln die Teams den Finalgegner von Spanien. (dpa)Das WM-Halbfinale zwischen Topfavorit Frankreich und Europameister Spanien war noch keine Viertelstunde alt, da packte Michael Olise die Sense aus. Der Profi von Bayern München kam im Mittelfeld zu spät gegen Rodri und traf diesen bei seiner unbeholfenen Grätsche hart am linken Knöchel – Rot? Schiedsrichter Ivan Barton (El Salvador) zeigte nicht einmal die Gelbe Karte. Ein Fehler?Mats Hummels sah die Szene bei MagentaTV in einem größeren Zusammenhang und verwies auf das Einsteigen von Adrien Rabiot sechs Minuten zuvor gegen den ehemaligen Leipziger Dani Olmo, das mit Gelb geahndet wurde. Schiedsrichter Barton hab das Spiel mit einer weiteren Karte „nicht so in eine Richtung lenken“ wollen, mutmaßte der Rio-Weltmeister. Hummels bekannte aber: „Im Standbild sieht es natürlich sehr fies aus.“ Dennoch machte er mildernde Umstände geltend: „Es ist für mich aufgrund der fehlenden Intensität nur Gelb, weil er eben nicht durchgeht.“ Aber: „Es war nicht weit weg von einer Roten Karte, das muss man klar sagen." Auch für den ehemaligen Bundesliga-Referee Patrick Ittrich hatte die Aktion „das Zeug für eine Rote Karte“. Die Kriterien bei der Beurteilung sprachen jedenfalls eher dafür. Das Trefferbild war eindeutig und auch die Chance, den Ball zu spielen, kaum gegeben – Olise kam klar zu spät. Einzig die mangelnde Intensität sprach bei wohlwollender Betrachtung für den Flügelspieler.Und das Ereignis, meinte zumindest Hummels. „Es ist ein WM-Halbfinale, 14. Minute. Am 3. Spieltag der Bundesliga gibst du dafür Rot, im Champions-League-Halbfinale oder WM-Halbfinale nicht mehr“, sagte er. Also: „Nach Schiedsrichter-Lehrbuch: ja. So wie ich Fußball sehe: nein.“ (sid)Auch die internationalen Medien beschäftigen sich mit dem Halbfinale zwischen Spanien und Frankreich. Die Pressestimmen: Mehr ladenTickarooLive Blog Software