Der Deutschlandfonds ist seit seiner Vorstellung Ende 2025 mit ersten Beteiligungen an Rohstoffprojekten und Start-ups gestartet und will in den nächsten Jahren Tempo aufnehmen. Der Bund will dafür öffentliche Mittel im Volumen von rund 30 Milliarden Euro zur Verfügung stellen, um private Investitionen anzuschieben. Ziel sind zusätzliche Investitionen von insgesamt rund 130 Milliarden Euro. Die staatliche Förderbank KfW soll die Pläne mit Krediten, Beteiligungen und staatlichen Risikoabsicherungen umsetzen.Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) sagte am Mittwoch, das Geld solle unter anderem in Künstliche Intelligenz, Biotechnologie und die Sicherung von Rohstoffen fließen. „Damit mehr bezahlbare Wohnungen gebaut werden, bauen wir zusammen mit der KfW einen Wohnungsbaufonds auf.“ Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) betonte, mit Garantien, Krediten und Beteiligungen übernehme der Staat gezielt einen Teil des Risikos von Investoren.Im Rohstoffbereich wurden bislang zwei Beteiligungen eingegangen, um Lithium sowie Seltene Erden zu beziehen. „Es ist beabsichtigt, die Mittel für Rohstoffprojekte zur Gewinnung, Verarbeitung und dem Recycling von kritischen Rohstoffen auf insgesamt 1,5 Milliarden Euro aufzustocken“, teilten Bundesregierung und KfW gemeinsam mit. Zahlreiche weitere Projekte sind Regierungskreisen zufolge bis 2030 geplant.Der Deutschlandfonds habe zudem Beteiligungen an neu gegründeten Technologiefirmen erworben, so Regierung und KfW weiter. Für Wagniskapitalfonds, über die sich Start-ups in der Regel finanzieren, seien bereits 185 Millionen Euro zugesagt worden. Abrufbar sei auch ein KfW-Förderkredit, um Geothermie-Projekte voranzutreiben. Hier gehe es um das Risiko, bei Bohrungen zur Nutzung der im Erdinneren gespeicherten Wärme nicht fündig zu werden. Sieben Geothermie-Projekte würden derzeit geprüft. (Reuters)