PfadnavigationHomePolitikDeutschlandVerurteilter RechtsextremistMarla Svenja Liebich in Chemnitzer Frauengefängnis eingeliefert – „zeigte sich kooperativ“Stand: 14:24 UhrLesedauer: 2 MinutenDer verurteilte Rechtsextremist Marla-Svenja Liebich wurde nach Deutschland ausgeliefert und ist auf dem Weg zum Frauengefängnis Chemnitz. Die Justiz prüft nun, ob Liebig weiter als Frau geführt oder in eine Männerhaftanstalt verlegt wird, berichtet WELT-Reporter Lutz Stordl.Der verurteilte Rechtsextremist Marla-Svenja Liebich ist aus Tschechien nach Deutschland ausgeliefert worden. Zunächst wurde Liebich in ein Frauengefängnis in Chemnitz gebracht. Ein tschechisches Gericht hatte zuvor eine Beschwerde abgewiesen.Marla-Svenja Liebich ist aus Tschechien nach Deutschland ausgeliefert worden. Das teilte die tschechische Polizei am Vormittag auf der Plattform X mit. Der Konvoi mit dem deutschen Extremisten habe „die Grenze überquert“ und Liebich werde „offiziell an die deutschen Kollegen übergeben“.Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt bestätigte den Vorgang wenig später. Ihm zufolge sei die 55-Jährige mittlerweile im Frauengefängnis im sächsischen Chemnitz eingetroffen. Liebich habe sich „kooperativ“ gezeigt, es habe „keine besonderen Vorkommnisse“ gegeben. Die Anstaltsleitung des Gefängnisses in Sachsen muss nun entscheiden, ob Liebich dort einsitzt oder in eine andere Anstalt gebracht wird. Zuvor hatte ein Gericht in Tschechien die Auslieferung des deutschen Rechtsextremisten nach Deutschland bestätigt. Das Obergericht in Prag wies in der vergangenen Woche eine Beschwerde Liebichs gegen eine entsprechende Entscheidung der Vorinstanz zurück. Liebich war Anfang April in Tschechien aufgrund eines europäischen Haftbefehls festgenommen worden. Das Landesgericht im westtschechischen Pilsen hatte Anfang Juni seine Auslieferung nach Deutschland angeordnet, wogegen Liebich Beschwerde eingelegt hatte.Verurteilt wegen Volksverhetzung und übler NachredeIn Deutschland soll Liebich eine Haftstrafe von eineinhalb Jahren verbüßen. Das Amtsgericht Halle hatte ihn im Juli 2023 wegen Volksverhetzung und anderer Delikte wie übler Nachrede und Billigung eines Angriffskriegs verurteilt. Zu seinem Haftantritt in einem Frauengefängnis im sächsischen Chemnitz war Liebich im August vergangenen Jahres nicht erschienen.Lesen Sie auchLiebich, der früher unter dem Vornamen Sven auftrat, war über Jahrzehnte eine bundesweit bekannte Figur der rechtsextremen Szene. Ende 2024 änderte Liebich seinen Geschlechtseintrag, nachdem zuvor das neue Selbstbestimmungsgesetz in Kraft getreten war. Lesen Sie auchDer 55-Jährige wurde auch deshalb nach Chemnitz gebracht, weil das dortige Gefängnis von seiner Meldeadresse aus das nächstgelegene ist. Die Staatsanwaltschaft in Halle ist in Deutschland die zuständige Vollstreckungsbehörde für den Fall. Vor dem Gericht in Pilsen hatte Liebich angegeben, nicht nach Deutschland gebracht werden zu wollen, weil er Angst habe, in einem deutschen Männergefängnis ums Leben zu kommen.Der Fall löste in Deutschland eine Debatte über mögliche Folgen des Selbstbestimmungsgesetzes aus. Die Bundesregierung von Kanzler Friedrich Merz (CDU) kündigte nach ihrem Amtsantritt im vergangenen Jahr eine Überprüfung des Gesetzes an.AFP/dpa/jho/krott
Marla-Svenja Liebich: Verurteilter Rechtsextremist in Chemnitzer Frauengefängnis eingeliefert - WELT
Der verurteilte Rechtsextremist Marla-Svenja Liebich ist aus Tschechien nach Deutschland ausgeliefert worden. Zunächst wurde Liebich in ein Frauengefängnis in Chemnitz gebracht. Ein tschechisches Gericht hatte zuvor eine Beschwerde abgewiesen.










