Neonazi Marla Svenja Liebich ist von Tschechien nach Deutschland gebracht worden. Das teilte die tschechische Polizei am Vormittag auf der Plattform X mit.Mittlerweile befindet Liebich sich im Frauengefängnis im sächsischen Chemnitz. Unklar ist bisher, ob sie die Haft dort absitzen soll oder woanders untergebracht wird. Dafür ist die Anstaltsleitung in Chemnitz zuständig. Ursprünglich sollte Liebich dort die Haft schon Ende August 2025 antreten, war jedoch geflohen und wurde erst im April dieses Jahres in Tschechien gefasst.Ein Gericht im tschechischen Pilsen (Plzeň) hatte bereits Anfang Juni entschieden, dass Liebich zur Vollstreckung einer Haftstrafe an die deutschen Behörden übergeben werden soll. Die Rechtsextremistin wurde in Deutschland im Juli 2023 – damals noch als Mann mit dem Vornamen Sven – wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten ohne Bewährung verurteilt. Liebich wehrte sich gegen das Urteil vom Amtsgericht, scheiterte damit jedoch.Nach der Verurteilung zu der Haftstrafe hatte Liebich dann das Geschlecht von männlich auf weiblich ändern lassen. Außerdem wurde der Name von Sven in Marla Svenja angepasst. Kritiker hielten das für eine Provokation und sprachen von einem Missbrauch des Selbstbestimmungsgesetzes.Liebich hatte seit 2014 regelmäßig Demonstrationen organisiert, oft auf dem Marktplatz in Halle in Sachsen-Anhalt. Immer wieder kam es dabei auch zu Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten. Mehrfach mussten sich Gerichte mit Beschuldigungen gegen Liebich auseinandersetzen.
Chemnitz: Rechtsextremistin Liebich nach Deutschland gebracht
Liebich befindet sich aktuell im Frauengefängnis in Chemnitz. Die Anstaltsleitung muss nun entscheiden, ob sie dort einsitzt oder in eine andere Anstalt gebracht wird.












