Künstliche Intelligenz soll produktiver machen, Arbeit erleichtern und möglichst auch noch den Fachkräftemangel lösen. In der Praxis sieht es oft jedoch anders: Mit dem KI-Einsatz kommen neue Aufgaben hinzu, Token verursachen zusätzliche Kosten, durch Lock-in-Effekte entstehen neue Abhängigkeiten. Das Sonderheft c’t KI-Wissen 2026 schaut deshalb nicht nur, was aktuelle KI-Systeme können, sondern beleuchtet, wann sich ihr Einsatz überhaupt lohnt und wo er zum Problem wird.

c't KI Wissen 2026 (7 Bilder)

Ein Schwerpunkt liegt auf der Arbeitswelt. Aktuelle Studien passen nur schlecht zu den großen Erzählungen vom bevorstehenden Job-Kahlschlag. KI ersetzt bislang kaum ganze Berufe. Sie verändert aber Tätigkeiten, erschwert Berufseinsteigern den Zugang und kann Arbeit weiter verdichten. Das Heft untersucht, warum Zeitgewinne nicht automatisch zu Entlastung führen, weshalb viele KI-Projekte im Betriebsalltag stecken bleiben und wie Unternehmen Werkzeuge auswählen, die zu ihren tatsächlichen Aufgaben passen.

Auch beim Programmieren reicht es nicht, einen KI-Agenten auf ein Projekt loszulassen und auf fertige Software zu hoffen. Mehrere Beiträge zeigen, wo Vibe-Coding wirklich hilft, wo es nur Tokens und Geld verbrennt und wie Entwickler die Kontrolle über Architektur, Codequalität und Sicherheit behalten. Ein Praxistest begleitet den Weg von der Idee zum eigenen Programm. Außerdem probiert die Redaktion den Agenten OpenClaw aus und zeigt, wie sich lokale KI-Anwendungen auf einem leistungsfähigen PC betreiben lassen.