Frankreich ist raus. Das ist das harte Fazit nach dem 0:2 (0:1) am vergangenen Dienstagabend gegen Spanien. Und nicht nur das. Die Equipe Tricolore, die sich doch während der vergangenen Wochen als große Favoritin dieser Weltmeisterschaft herauskristallisiert hatte, war chancenlos gegen den Europameister.Für keinen Moment im Spiel hatte es ausgesehen, als könnte Frankreich den Iberern gefährlich werden. Nicht Kylian Mbappé, nicht Ousmane Dembélé, nicht Michael Olise. Die nominell beste Offensive der WM hat es nicht geschafft, ihr Team ins Finale zu bringen. Oder hat es Trainer Didier Deschamps nicht geschafft, das Potenzial seiner Spieler im wirklich entscheidenden Moment in Tore umzumünzen?

Die besten Mannschaften der Welt

Denn die Qualität, die Deschamps zur Verfügung hatte, besitzt eigentlich kein anderes Nationalteam – dachten die meisten Fans. Spaniens Trainer Luis de la Fuente sah das nach dem Spiel anders: „Wir haben gegen eine der besten Nationalmannschaften der Welt gespielt, aber sie haben heute gegen die beste Mannschaft der Welt gespielt.“Nun lässt sich über Kaderstärke streiten, doch den tatsächlichen Grund für das Frankreich-Aus findet, wer da danach sucht, wohl eher auf der Trainerbank. Auf der einen Seite saß dort ein nach dem Spiel ratloser Deschamps: „Wir müssen zugeben, dass die Spanier besser waren. Sie haben das Spiel kontrolliert. Ich weiß auch nicht, woran es gelegen hat“, sagte er nach Abpfiff. Doch gerade er, der Trainer, sollte das doch analysieren können.