Agenturen und Mittelständler stehen vor dem gleichen Dilemma: Viele SaaS-Tools sind zu groß, zu teuer oder passen nicht zu den eigenen Prozessen. Trotzdem war Selberbauen bislang keine realistische Option, und wer kein Dev-Team hatte, kaufte eben. Das ändert sich jetzt aber, denn KI-gestützte Entwicklungsumgebungen lassen auch Designer:innen oder Geschäftsführer:innen funktionsfähige Werkzeuge bauen – ganz ohne Programmierkenntnisse.

Vibe-Coding verschiebt die Make-or-Buy-Rechnung

Vibe-Coding, Softwareentwicklung mit natürlicher Sprache, ist kein Nischenthema mehr. Das Collins Dictionary kürte den Begriff zum Wort des Jahres 2025, jedes dritte Unternehmen in Deutschland nutzt inzwischen KI, fast doppelt so viele wie noch vor einem Jahr. Der nächste Schritt – KI nicht nur zur Unterstützung einzusetzen, sondern damit eigene Software zu bauen – steht in den meisten Betrieben noch am Anfang.

SaaS-Anbieter haben ihr Geschäftsmodell auf der Annahme aufgebaut, dass Eigenentwicklung für die meisten Unternehmen zu teuer ist. Sinkt dieser Aufwand durch KI drastisch, verliert das Versprechen „kaufen statt bauen“ zumindest für einen Teil der Anwendungsfälle seine wirtschaftliche Grundlage.

Vom Privatprojekt zur Unternehmensstrategie