Ein Forschungsteam der University of Illinois Urbana-Champaign hat eine Art Thermomantel entwickelt, der Objekte vor einer Detektion mit Infrarotkameras schützt. Die Objekte dürfen allerdings selbst keine Wärme erzeugen. Zugleich schützt die Ummantelung aus dem 3D-Drucker vor extremen Temperaturen. Der Thermomantel funktioniert rund um das Objekt von allen Seiten.

„Ein echter Thermomantel sollte unabhängig davon funktionieren, woher die Wärme kommt“, sagt Shelly Zhang, Professorin für Bau- und Umweltingenieurwesen an der University of Illinois Urbana-Champaign. „Unser Bauteil kann ein komplexes 3D-Objekt aus unendlich vielen Richtungen verbergen und gleichzeitig die Temperatur im Inneren stabil und geschützt halten.“

Frühere Konstruktionen waren lediglich in der Lage, nur aus einer bestimmten Richtung – also zweidimensional – oder entlang einer einzigen Wärmeflussrichtung ein Objekt vor Infrarotkameras zu verbergen. Der Thermomantel der Forscher der University of Illinois Urbana-Champaign blockiert die auftreffende Wärme allerdings nicht, sondern leitet sie um das Objekt herum. Für eine Infrarotkamera sieht es dann so aus, als sei dort nichts vorhanden, wie aus der Studie „Free-form thermal cloaks in three dimensions“ hervorgeht, die in Nature Communications erschienen ist.