Die EU bekommt ihre Abhängigkeit von China offenbar auf absurde Weise vorgeführt. Wie die »Financial Times « berichtet, hat die Ukraine die Erlaubnis erhalten, mit einem Teil ihrer EU-Unterstützungsgelder Drohnenteile aus China zu kaufen.Peking käme damit eine Doppelrolle zu: Einerseits gilt das Land als wichtigster Unterstützer Russlands, das seit mehr als vier Jahren einen Angriffskrieg gegen Kyjiw führt. Recherchen des SPIEGEL und weiterer Partner hatten zuletzt enthüllt, wie eng China und Russland längst auch an weitreichenden Waffensystemen arbeiten. (Lesen Sie hier mehr dazu.)
Andererseits ist Chinas Produktion bestimmter Einzelteile offenbar auch für die ukrainische Drohnenherstellung unverzichtbar.EU-Mittel fließen normalerweise nur nach strengen PrüfungenDie EU-Unterstützungspakete für Kyjiw sind normalerweise an die Bedingungen geknüpft, das Geld nur für Verteidigungsgüter aus der Europäischen Union, der Ukraine selbst oder verbündeten Staaten wie etwa Kanada zu investieren.
Wollen andere Staaten von ukrainischen Bestellungen durch EU-Mittel profitieren, müssen sie gemeinhin eine strategische Sicherheitszusammenarbeit mit der EU unterzeichnen und die Ukraine nennenswert unterstützen.Das Vereinigte Königreich hatte eine solche Vereinbarung am Montag unterzeichnet. Darüber sind die Zuwendungen an externe Partner außerhalb derartiger Vereinbarungen gedeckelt: maximal 35 Prozent der Komponenten für einen Auftrag dürfen demnach aus Drittstaaten kommen.











