PfadnavigationHomeReiseMüllsammel-Belohnung„Im Alltag hui, im Urlaub pfui“ – so nachhaltig sind Deutsche wirklichVon Kira HanserVerantwortliche Redakteurin im Ressort Stil, Leben und ReiseStand: 17.07.2026Lesedauer: 3 MinutenAb in die Tonne: In der Schorfheide entdeckt man auch mal einen DDR-Konservendeckel von 1983

Quelle: Kira HanserEin rostiger „Gutsleberwurst“-Deckel aus DDR-Zeiten taucht im Brandenburgischen Wald auf und landet erst jetzt in der Tonne. Der Fund passt zu neuen Umfragen: Viele Deutsche leben daheim nachhaltig und lassen im Urlaub andere aufräumen – bis Belohnungen ins Spiel kommen.Es ist eine schöne Geste, beim Wandern Müll aufzusammeln. Dazu braucht es nur eine Tüte und Einweg-Handschuhe. In den Nationalparks findet man unterwegs zuverlässig Haarbänder, Dosenlaschen, Glasscherben – alles, was Besucher so in der Natur liegen lassen. Oder, wie neulich, da ragte ein Konservendeckel aus dem Waldboden mit der Aufschrift „Gutsleberwurst, hergestellt in der DDR“, und zwar vom VEB Schlacht- und Verarbeitungskombinat Eberswalde. Reif für das DDR-Museum, war der erste Gedanke.Da das eingestanzte Haltbarkeitsdatum im Oktober 1983 abgelaufen war, dürfte der Blechdeckel also 43 Jahre lang achtlos in der Uckermark, bei Groß-Dölln in der Brandenburger Schorfheide herumgelegen haben. Bis ihn endlich mal jemand aufhob, mitnahm und den historischen Müll im hohen Bogen in die gelbe Tonne warf.Lesen Sie auch