Das US-Militär wird bis zum 30. September vollständig aus dem Irak abziehen. Das sagte der irakische Ministerpräsident Ali al-Saidi am Dienstag bei einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump in Washington. »Nun, wir glauben nicht, dass wir das Militär dort noch brauchen«, sagte Trump im Weißen Haus. Man sei da, um zu helfen, wenn der Irak das brauche, glaube allerdings nicht, dass das nötig sei.
Trump und al-Saidi bestätigten mit den Aussagen einen bereits bekannten Zeitrahmen für den seit Jahren diskutierten Schritt. Die Zahl der US-Truppen wurde in vergangenen Monaten bereits verringert. Im Januar verließen die US-Soldaten den wichtigen Stützpunkt Ain al-Assad vollständig und übergaben dort die Kontrolle an die irakischen Sicherheitskräfte.Zuvor waren nach US-Angaben rund 2500 ihrer Soldaten in dem Land im Einsatz. Nach dem Abzug von Ain al-Assad verblieben die US-Truppen noch in Erbil in der Kurdenregion, an einem Stützpunkt in Nähe des Flughafens von Bagdad und im Regierungsviertel der Hauptstadt, bekannt als Grüne Zone.
US-Abzug und parallel Entwaffnung von MilizenAl-Saidis Regierung knüpft den geplanten US-Abzug an die Entwaffnung von Milizen, die im Irak großen militärischen und politischen Einfluss haben und die in unterschiedlichem Maß von Iran unterstützt werden. Bis zum 30. September soll diese Entwaffnung abgeschlossen sein – eine enorme Herausforderung, weil die mächtigsten Milizen im Land den Schritt ablehnen. Die bewaffneten Gruppen hätten nach diesem Datum kein Existenzrecht mehr, sagte al-Saidi.










