Trump droht Iran mit Angriffen auf Kraftwerke und BrückenUS-Präsident Donald Trump hat Iran mit Angriffen auf die zivile Infrastruktur des Landes gedroht. Nächste Woche würden alle Kraftwerke und Brücken zerstört, „es sei denn, sie kommen an den Verhandlungstisch und verhandeln“, sagte er in einem Interview des US-Senders Fox News. Trump kündigte heftige Angriffe auch in den kommenden Nächten an. Die Attacken würden weitergehen, „bis ich sage, dass es genug ist“.Der 80-Jährige hatte dem Iran bereits im April mit der Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke binnen weniger Stunden gedroht, seine Drohung dann aber nicht wahr gemacht. Damals wollte der Präsident Teheran dazu bewegen, die für den globalen Handel mit Öl und Flüssiggas wichtige und von Iran mit Angriffen und Drohungen blockierte Straße von Hormus für den Schiffsverkehr zu öffnen. Sabrina FrangosKuwait wieder unter Beschuss – Sirenengeheul in BahrainKuwait hat in der Nacht erneute Angriffe aus dem Iran gemeldet. Die Flugabwehr sei wegen Drohnenattacken aktiviert worden, teilte die Armee des mit den Vereinigten Staaten verbündeten Landes auf der Plattform X mit. Auch im ebenfalls mit den USA verbündeten Golfstaat Bahrain heulten wieder die Alarmsirenen. In beiden Ländern wurde die Bevölkerung aufgerufen, Schutz zu suchen. Nähere Details gab es zunächst nicht.Bahrain wie auch Kuwait standen zuletzt im Zentrum iranischer Vergeltungsangriffe und hatten auch in den Nächten zuvor feindlichen Beschuss gemeldet. Das US-Militär unterhält in beiden Ländern und auch anderen arabischen Staaten der Region Militärstützpunkte. Hanna MasaUS-Militär: Seeblockade gegen iranische Häfen gestartetDas US-Militär blockiert erneut iranische Häfen und Küstengebiete. Die Seeblockade sei um 22.00 Uhr deutscher Zeit (16.00 Uhr US-Ostküstenzeit) aufgenommen worden, teilte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) auf der Plattform X mit. Schiffe werden so daran gehindert, dass sie iranische Häfen oder Küstengebiete ansteuern oder von dort wegfahren können. Wie lange die US-Blockade andauern wird, ist unklar.Trump will auf Gebühr für Passage durch Straße von Hormus verzichtenUS-Präsident Donald Trump rückt von seiner gestern angekündigten Gebühr von 20 ​Prozent für Schiffspassagen durch die Straße von Hormus ab. Nach „sehr produktiven Gesprächen“ mit den Führungsspitzen im Nahen Osten habe er beschlossen, die Abgabe durch Handels- und Investitionsabkommen zu ersetzen, die Golfstaaten mit den USA ⁠schließen würden, teilt Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Mit den Einnahmen daraus sollten die USA nach seinen ursprünglichen Angaben ihre Kosten für die Sicherheit in der Meerenge decken. Der Schiffsverkehr mit iranischen Gütern sowie von und zu iranischen Häfen solle „vollständig“ blockiert werden.Medien: USA setzen Abzug von Tankflugzeugen aus Israel ausAngesichts der Eskalation im Iran-Konflikt setzen die USA nach Medienberichten ihren geplanten Abzug von Tankflugzeugen vom israelischen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv aus. Dies könnte laut Flughafenbehörde zur Stornierung von bis zu 50.000 Tickets während der Hauptreisezeit im Sommer führen, berichtete die „Times of Israel“. Nach Angaben der „Jerusalem Post“ kann der Flughafen nur noch ein Drittel seiner Kapazität für den zivilen Flugverkehr nutzen.Transportministerin Miri Regev sagte dem israelischen Kan-Sender, israelische Bürger hätten Hunderttausende Flugtickets gekauft, um die Sommerferien zu genießen. Ihnen sei versprochen worden, dass kein einziges Ticket aufgrund amerikanischer Tankflugzeuge storniert werde. Sie habe deshalb die Flughafenbehörde angewiesen, keine Landungen von Tankflugzeugen über die vereinbarte Anzahl hinaus zuzulassen. 20 Flugzeuge würden am Flughafen Ben Gurion abgestellt, die übrigen auf Luftwaffenstützpunkten. Iranische Abgeordnete fordern RacheEine große Mehrheit des iranischen Parlaments hat „Blutrache“ für den im Krieg getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Khamenei gefordert. Bei ihrer ersten Sitzung in Präsenz mehr als vier Monate nach Kriegsbeginn forderten mehr als 180 der 290 Abgeordneten Vergeltung, wie die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf eine Stellungnahme der Politiker berichtete.Die Abgeordneten kritisierten auch die Verhandlungen mit den USA scharf. Die Lösung der Probleme zwischen Iran und den USA sei durch Verhandlungen nicht möglich, hieß es in der bei Fars veröffentlichten Mitteilung. Beim Auftakt der Sitzung am Montagabend schwenkten die Abgeordneten rote Flaggen mit Vergeltungsaufrufen, wie auf Bildern iranischer Medien zu sehen ist.Irans Parlament hat begrenzten Einfluss. Die eigentliche Macht konzentriert sich auf die Staatsführung und die Revolutionsgarden, Irans mächtige Militärorganisation. Nach der Wahl im Jahr 2024 dominiert eine Mehrheit konservativer Hardliner das Parlament, die auch Einfluss auf die Stimmung in den radikalen Flügeln im Militär ausüben. Tanker vor Küste Omans angegriffenErneut ist ein Tanker vor der Küste des Omans angegriffen worden. Am Chemikalien- und Öltanker „Stolt Magnesium“ habe sich in der Nacht eine Explosion ereignet, die von einem „nicht identifizierten externen Mittel“ verursacht worden sei, teilte der Mutterkonzern Stolt-Nielsen der Reederei in den Niederlanden mit. Durch die Explosion sei im Maschinenraum ein Feuer ausgebrochen. Die Besatzung sei sicher und habe begonnen, den Brand zu löschen. Die britische Behörde UKMTO meldete, das Schiff sei von einem „unbekannten Projektil“ getroffen worden.Der 160 Meter lange Tanker war auf dem Weg nach Malaysia, als es zu dem Angriff kam. Schiffsortungsdiensten zufolge sollte der Tanker dort in etwa anderthalb Wochen eintreffen. Neue Runde von israelisch-libanesischen Gesprächen in Rom begonnenIn Rom haben neue direkte Gespräche zwischen Israel und Libanon begonnen. Die Unterhändler der zwei Nachbarländer kamen in der italienischen Hauptstadt auf dem Gelände der US-Botschaft zusammen. Beide Länder hatten sich Ende Juni unter Vermittlung der USA auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das den Weg für ein endgültiges Friedensabkommen ebnen soll. Die Gespräche in Rom sollen zwei Tage dauern. Bei den Gesprächen geht es vor allem um eine Festigung und eine Umsetzung des Rahmenabkommens zur Waffenruhe. Die libanesische Regierung selbst ist keine Kriegspartei im Konflikt zwischen Israel und der von Iran unterstützen Hizbullah. Die Hizbullah wiederum ist nicht an den Gesprächen beteiligt. Israel und Libanon unterhalten offiziell auch keine diplomatischen Beziehungen miteinander. Teil der Rahmenvereinbarung ist ein schrittweiser Rückzug der israelischen Armee aus dem Süden Libanons. Das libanesische Militär soll dabei zunächst die Kontrolle über zwei kleine Gebiete von Israel übernehmen. Die Hizbullah soll in dem Gebiet keine Präsenz mehr haben. Israel fordert jedoch als Bedingung eine Entwaffnung der Hisbollah. Die Schiitenmiliz hat diese mehrfach abgelehnt und fordert zunächst einen kompletten israelischen Abzug. Medienberichte: Erneut Explosionen im Süden IransIranische Medien haben erneut Explosionen an der Südküste gemeldet. Der staatliche Rundfunk berichtete über fünf Detonationen im Westen der Hafenstadt Bandar Abbas. Kurz darauf sei die Stadt Buschehr unter Beschuss geraten, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Vier Ortsteile seien Ziel von Angriffen gewesen, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf den Vizegouverneur der gleichnamigen Provinz. Über Schäden oder Opfer gab es zunächst keine Details.Auch weiter im Südwesten des Landes wurden am frühen Nachmittag (Ortszeit) Angriffe gemeldet. Feindliche Geschosse seien unter anderem in den Städten Abadan, Mahschahr und Bandar Imam Chomeini eingeschlagen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Isna. Dass die Angriffe inzwischen auch bei Tageslicht erfolgen und nicht mehr wie jüngst nur in der Nacht, deutet auf eine neue Eskalationsstufe hin. Reederverband: Noch 20 Schiffe mit Deutschland-Bezug in Golf-Region Im Persischen Golf ​sitzen nach Angaben des Verbands Deutscher Reeder (VDR) noch rund 20 Schiffe in deutschem Eigentum oder unter deutschem Management fest. An Bord seien etwa 400 Seeleute, ergänzt ⁠der VDR. Zu Beginn des Konflikts seien es noch rund 50 Schiffe mit etwa 1000 Crew-Mitgliedern gewesen. Seitdem habe damit über die Hälfte der ursprünglich betroffenen Schiffe die Region unter hohem Sicherheitsaufwand und in enger Abstimmung mit den Marinen vor Ort sicher verlassen können. „Die Lage bleibt hochdynamisch und verändert sich fortlaufend“, betont der VDR. ‌Der Irankrieg begann Ende Februar mit den Angriffen der USA und Israels. Trump droht mit Angriff auf Atomeinrichtung „Pickaxe Mountain“Der amerikanische Präsident Donald Trump hat mit einem Angriff auf eine bislang wenig bekannte iranische Atomeinrichtung gedroht. In einem Radiointerview bezeichnete er den als „Pickaxe Mountain“ bekannten Standort als mögliches Ziel für einen „großen, fetten Angriff“. Dieser werde wahrscheinlich „relativ bald“ erfolgen, sagte Trump in einem Interview am Montag (Ortszeit).Der Komplex liegt im Berg Kuh-e Kolang südlich der Nuklearanlage Natans im Zentraliran. „Pickaxe Mountain“ (Spitzhackenberg) ist die englische Übersetzung des Namens. Natans war bereits im vergangenen Jahr Ziel amerikanischer Luftangriffe. Über den genauen Zweck von „Pickaxe Mountain“ ist nur wenig bekannt. Der Bau begann nach einem Brand und einer Explosion im Juli 2020, bei denen eine oberirdische Montagehalle für fortgeschrittene Zentrifugen in Natans schwer beschädigt wurde. Iran sprach von Sabotage.Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Rafael Grossi, bestätigte später, dass Iran mit dem Bau einer unterirdischen Ersatzanlage begonnen habe. Inspekteure der IAEA haben die Hallen bislang nicht betreten. Die bekannte Anreicherungsanlage Natans stand jedoch jahrelang unter internationaler Aufsicht. Iran: Haben US-Luftwaffenstützpunkt mit ballistischen Raketen angegriffenDie ‌iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben einen amerikanischen Luftwaffenstützpunkt in Jordanien mit ballistischen ‌Raketen ‌angegriffen. In einer von der Nachrichtenagentur Fars veröffentlichten Erklärung ruft die militärische Eliteeinheit ​die jordanische ⁠Bevölkerung dazu auf, die US-Militärbasen in ihrem Land niederzureißen.Zugleich verbreiteten die Revolutionsgarden in der Erklärung die Darstellung, ihre Feindschaft gelte nicht Jordanien. ⁠Vielmehr liebe man das jordanische Volk, „das ⁠den ​Schmerz ⁠und die Unterdrückung ​der Palästinenser besser als jede ‌andere Nation“ verstehe. Vonseiten der USA gab es zu dem Angriff bislang keine Bestätigung.Klaus BardenhagenIran bestätigt Raketen- und Drohnenangriffe auf Ziele in BahrainWaffenlager, „ein Satellitenkommunikationszentrum und ein Wohngebäude der US-Streitkräfte“ auf einem Militärstützpunkt seien ins Visier genommen worden, teilten die iranischen Revolutionsgarden nach Angaben des staatlichen Fernsehsenders Irib mit.Mehr ladenTickarooLive Blog Software