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Iran-Krieg: Trump rückt von Hormus-Gebühr ab – Blockade gegen Iran bleibt Donald Trump kippt die geplante Hormus-Gebühr kurz vor ihrem Start. Stattdessen setzt der US-Präsident auf milliardenschwere Investitionen der Golfstaaten.
14.07.2026 - 18:38 Uhr US-Präsident Donald Trump Foto: REUTERSNur einen Tag nach der Ankündigung einer Gebühr für die sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus rückt US-Präsident Donald Trump wieder von seiner Idee ab. Stattdessen schweben ihm nun Handels- und Investitionsabkommen mit Golfstaaten vor. Derweil gingen die Angriffe des US-Militärs gegen Ziele im Iran in der Nacht weiter.Trump kündigte zuletzt auf seiner Plattform Truth Social an, er habe nach „äußerst produktiven Gesprächen“ mit namentlich nicht genannten Vertretern von Staaten im Nahen Osten beschlossen, die Gebühr „durch Handels- und Investitionsabkommen zu ersetzen, die die verschiedenen Golfstaaten mit den Vereinigten Staaten abschließen werden“.Der Präsident behauptete, dass die nicht bezifferten Investitionen „massiv“ und von Vorteil für die Golfstaaten werden würden. Unklar war zunächst, mit wem Trump gesprochen hat und ob Golfstaaten tatsächlich derartigen Plänen zugesagt haben.Trump findet plötzlich Gebühren nicht mehr gutÜber den plötzlichen Sinneswandel sagte Trump bei einer Pressekonferenz mit dem irakischen Ministerpräsidenten Ali al-Saidi, dass er von Menschen aus verschiedenen Ländern angerufen worden sei. Diese hätten andere Ideen vorgeschlagen und dabei auch Milliardeninvestitionen in den USA ins Spiel gebracht.Trump betonte dabei auch, dass er es gut fände, dass „niemand“ eine Gebühr für die Nutzung im Kontext der Straße von Hormus verlangen sollte. „Ich mag das Konzept einer Gebühr nicht“, sagte er weiter.Ölpreis Maulheld will Maut – oder doch nicht? Russische Ölraffinerien stehen unter ukrainischem Drohnenbeschuss. Gleichzeitig treibt der Konflikt am Persischen Golf die Ölpreise nach oben. Ausgang: offen. von Frank DollGestern noch Verfechter von Gebühr für US-Geleit gewesenDass nun rund 24 Stunden nach seinem jüngsten Truth-Social-Post das Projekt wieder eingestampft wird, ist als Rückschlag zu sehen: Trump hatte erst am Montag die Wiederaufnahme der Seeblockade gegen Schiffe angekündigt, die iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren. In diesem Zuge sagte er auch, dass die USA fortan für die sichere Durchfahrt der für den weltweiten Ölhandel strategisch wichtigen Meerenge aus „Fairnessgründen“ Einnahmen in Höhe von 20 Prozent des Frachtwertes für sich beanspruchen.Dies solle die Kosten, die im Zuge der Sicherstellung der Passage anfallen, kompensieren. Der Prozess und die Umsetzung würden umgehend beginnen, schrieb er weiter.An den Ölmärkten war zunächst kein Zeichen der Entspannung zu sehen, im Gegenteil: Nach dem Kurssprung zu Wochenbeginn kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September zuletzt 85,37 US-Dollar und war damit 2,5 Prozent teurer als am Montag. Erstmals seit rund einem Monat war der Preis zeitweise über 87 Dollar gestiegen. Anfang Juli war er noch auf gut 70 Dollar gefallen.Kritik an Trumps VorstoßIran-Krieg Trotz Trumps Schutzgebühr-Rückzieher müssen Reeder weiter Chaos fürchten Donald Trump legt die nächste Kehrtwende hin. Der US-Präsident verzichtet auf die 20-Prozent-Abgabe in der Straße von Hormus. Doch für deutsche Reeder gibt es keinen Grund zur Entwarnung. von Sonja ÁlvarezKämpfe im Iran gehen weiterEine diplomatische Lösung scheint damit weiter in Ferne. Zuletzt griff das US-Militär erneut Ziele im Iran an und begründete die erneuten Angriffe gegen den Iran damit, weitere Attacken auf unschuldige Zivilisten und die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus verhindern zu wollen. Es war die dritte Nacht in Folge, in der Angriffe gegen Ziele im Iran erfolgten. Iranische Medien meldeten mehrfach Explosionen an der Südküste der Islamischen Republik.Bei dem Angriff auf die Schiffe der mit den USA verbündeten Vereinigten Arabischen Emirate wurde derweil nach Angaben des dortigen Verteidigungsministeriums ein indisches Besatzungsmitglied getötet.In einem Radiointerview deutete Trump zudem an, dass die USA eine tief unter der Erde im Zentrum des Irans gelegene Einrichtung angreifen könnten, die auch als „Pickaxe Mountain“ bekannt ist. Über ihren Zweck wird vor allem wegen der Nähe zur Atomanlage Natans schon länger spekuliert. Eine These lautet, dass der Iran dort eine geheime Anlage zur Anreicherung von Uran errichten wolle, das für den Bau von Atomwaffen verwendet werden könnte. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick










