Trump will auf Gebühr für Passage durch Straße von Hormus verzichtenUS-Präsident Donald Trump rückt von seiner gestern angekündigten Gebühr von 20 Prozent für Schiffspassagen durch die Straße von Hormus ab. Nach „sehr produktiven Gesprächen“ mit den Führungsspitzen im Nahen Osten habe er beschlossen, die Abgabe durch Handels- und Investitionsabkommen zu ersetzen, die Golfstaaten mit den USA schließen würden, teilt Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Mit den Einnahmen daraus sollten die USA nach seinen ursprünglichen Angaben ihre Kosten für die Sicherheit in der Meerenge decken. Der Schiffsverkehr mit iranischen Gütern sowie von und zu iranischen Häfen solle „vollständig“ blockiert werden.Medien: USA setzen Abzug von Tankflugzeugen aus Israel ausAngesichts der Eskalation im Iran-Konflikt setzen die USA nach Medienberichten ihren geplanten Abzug von Tankflugzeugen vom israelischen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv aus. Dies könnte laut Flughafenbehörde zur Stornierung von bis zu 50.000 Tickets während der Hauptreisezeit im Sommer führen, berichtete die „Times of Israel“. Nach Angaben der „Jerusalem Post“ kann der Flughafen nur noch ein Drittel seiner Kapazität für den zivilen Flugverkehr nutzen.Transportministerin Miri Regev sagte dem israelischen Kan-Sender, israelische Bürger hätten Hunderttausende Flugtickets gekauft, um die Sommerferien zu genießen. Ihnen sei versprochen worden, dass kein einziges Ticket aufgrund amerikanischer Tankflugzeuge storniert werde. Sie habe deshalb die Flughafenbehörde angewiesen, keine Landungen von Tankflugzeugen über die vereinbarte Anzahl hinaus zuzulassen. 20 Flugzeuge würden am Flughafen Ben Gurion abgestellt, die übrigen auf Luftwaffenstützpunkten. Iranische Abgeordnete fordern RacheEine große Mehrheit des iranischen Parlaments hat „Blutrache“ für den im Krieg getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Khamenei gefordert. Bei ihrer ersten Sitzung in Präsenz mehr als vier Monate nach Kriegsbeginn forderten mehr als 180 der 290 Abgeordneten Vergeltung, wie die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf eine Stellungnahme der Politiker berichtete.Die Abgeordneten kritisierten auch die Verhandlungen mit den USA scharf. Die Lösung der Probleme zwischen Iran und den USA sei durch Verhandlungen nicht möglich, hieß es in der bei Fars veröffentlichten Mitteilung. Beim Auftakt der Sitzung am Montagabend schwenkten die Abgeordneten rote Flaggen mit Vergeltungsaufrufen, wie auf Bildern iranischer Medien zu sehen ist.Irans Parlament hat begrenzten Einfluss. Die eigentliche Macht konzentriert sich auf die Staatsführung und die Revolutionsgarden, Irans mächtige Militärorganisation. Nach der Wahl im Jahr 2024 dominiert eine Mehrheit konservativer Hardliner das Parlament, die auch Einfluss auf die Stimmung in den radikalen Flügeln im Militär ausüben. Tanker vor Küste Omans angegriffenErneut ist ein Tanker vor der Küste des Omans angegriffen worden. Am Chemikalien- und Öltanker „Stolt Magnesium“ habe sich in der Nacht eine Explosion ereignet, die von einem „nicht identifizierten externen Mittel“ verursacht worden sei, teilte der Mutterkonzern Stolt-Nielsen der Reederei in den Niederlanden mit. Durch die Explosion sei im Maschinenraum ein Feuer ausgebrochen. Die Besatzung sei sicher und habe begonnen, den Brand zu löschen. Die britische Behörde UKMTO meldete, das Schiff sei von einem „unbekannten Projektil“ getroffen worden.Der 160 Meter lange Tanker war auf dem Weg nach Malaysia, als es zu dem Angriff kam. Schiffsortungsdiensten zufolge sollte der Tanker dort in etwa anderthalb Wochen eintreffen. Neue Runde von israelisch-libanesischen Gesprächen in Rom begonnenIn Rom haben neue direkte Gespräche zwischen Israel und Libanon begonnen. Die Unterhändler der zwei Nachbarländer kamen in der italienischen Hauptstadt auf dem Gelände der US-Botschaft zusammen. Beide Länder hatten sich Ende Juni unter Vermittlung der USA auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das den Weg für ein endgültiges Friedensabkommen ebnen soll. Die Gespräche in Rom sollen zwei Tage dauern. Bei den Gesprächen geht es vor allem um eine Festigung und eine Umsetzung des Rahmenabkommens zur Waffenruhe. Die libanesische Regierung selbst ist keine Kriegspartei im Konflikt zwischen Israel und der von Iran unterstützen Hizbullah. Die Hizbullah wiederum ist nicht an den Gesprächen beteiligt. Israel und Libanon unterhalten offiziell auch keine diplomatischen Beziehungen miteinander. Teil der Rahmenvereinbarung ist ein schrittweiser Rückzug der israelischen Armee aus dem Süden Libanons. Das libanesische Militär soll dabei zunächst die Kontrolle über zwei kleine Gebiete von Israel übernehmen. Die Hizbullah soll in dem Gebiet keine Präsenz mehr haben. Israel fordert jedoch als Bedingung eine Entwaffnung der Hisbollah. Die Schiitenmiliz hat diese mehrfach abgelehnt und fordert zunächst einen kompletten israelischen Abzug. Medienberichte: Erneut Explosionen im Süden IransIranische Medien haben erneut Explosionen an der Südküste gemeldet. Der staatliche Rundfunk berichtete über fünf Detonationen im Westen der Hafenstadt Bandar Abbas. Kurz darauf sei die Stadt Buschehr unter Beschuss geraten, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Vier Ortsteile seien Ziel von Angriffen gewesen, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf den Vizegouverneur der gleichnamigen Provinz. Über Schäden oder Opfer gab es zunächst keine Details.Auch weiter im Südwesten des Landes wurden am frühen Nachmittag (Ortszeit) Angriffe gemeldet. Feindliche Geschosse seien unter anderem in den Städten Abadan, Mahschahr und Bandar Imam Chomeini eingeschlagen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Isna. Dass die Angriffe inzwischen auch bei Tageslicht erfolgen und nicht mehr wie jüngst nur in der Nacht, deutet auf eine neue Eskalationsstufe hin. Reederverband: Noch 20 Schiffe mit Deutschland-Bezug in Golf-Region Im Persischen Golf sitzen nach Angaben des Verbands Deutscher Reeder (VDR) noch rund 20 Schiffe in deutschem Eigentum oder unter deutschem Management fest. An Bord seien etwa 400 Seeleute, ergänzt der VDR. Zu Beginn des Konflikts seien es noch rund 50 Schiffe mit etwa 1000 Crew-Mitgliedern gewesen. Seitdem habe damit über die Hälfte der ursprünglich betroffenen Schiffe die Region unter hohem Sicherheitsaufwand und in enger Abstimmung mit den Marinen vor Ort sicher verlassen können. „Die Lage bleibt hochdynamisch und verändert sich fortlaufend“, betont der VDR. Der Irankrieg begann Ende Februar mit den Angriffen der USA und Israels. Trump droht mit Angriff auf Atomeinrichtung „Pickaxe Mountain“Der amerikanische Präsident Donald Trump hat mit einem Angriff auf eine bislang wenig bekannte iranische Atomeinrichtung gedroht. In einem Radiointerview bezeichnete er den als „Pickaxe Mountain“ bekannten Standort als mögliches Ziel für einen „großen, fetten Angriff“. Dieser werde wahrscheinlich „relativ bald“ erfolgen, sagte Trump in einem Interview am Montag (Ortszeit).Der Komplex liegt im Berg Kuh-e Kolang südlich der Nuklearanlage Natans im Zentraliran. „Pickaxe Mountain“ (Spitzhackenberg) ist die englische Übersetzung des Namens. Natans war bereits im vergangenen Jahr Ziel amerikanischer Luftangriffe. Über den genauen Zweck von „Pickaxe Mountain“ ist nur wenig bekannt. Der Bau begann nach einem Brand und einer Explosion im Juli 2020, bei denen eine oberirdische Montagehalle für fortgeschrittene Zentrifugen in Natans schwer beschädigt wurde. Iran sprach von Sabotage.Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Rafael Grossi, bestätigte später, dass Iran mit dem Bau einer unterirdischen Ersatzanlage begonnen habe. Inspekteure der IAEA haben die Hallen bislang nicht betreten. Die bekannte Anreicherungsanlage Natans stand jedoch jahrelang unter internationaler Aufsicht. Iran: Haben US-Luftwaffenstützpunkt mit ballistischen Raketen angegriffenDie iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben einen amerikanischen Luftwaffenstützpunkt in Jordanien mit ballistischen Raketen angegriffen. In einer von der Nachrichtenagentur Fars veröffentlichten Erklärung ruft die militärische Eliteeinheit die jordanische Bevölkerung dazu auf, die US-Militärbasen in ihrem Land niederzureißen.Zugleich verbreiteten die Revolutionsgarden in der Erklärung die Darstellung, ihre Feindschaft gelte nicht Jordanien. Vielmehr liebe man das jordanische Volk, „das den Schmerz und die Unterdrückung der Palästinenser besser als jede andere Nation“ verstehe. Vonseiten der USA gab es zu dem Angriff bislang keine Bestätigung.Klaus BardenhagenIran bestätigt Raketen- und Drohnenangriffe auf Ziele in BahrainWaffenlager, „ein Satellitenkommunikationszentrum und ein Wohngebäude der US-Streitkräfte“ auf einem Militärstützpunkt seien ins Visier genommen worden, teilten die iranischen Revolutionsgarden nach Angaben des staatlichen Fernsehsenders Irib mit.Klaus BardenhagenGrüne: Marine-Schiffe zurück in heimische Gewässer Die Grünen fordern Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) angesichts der neuen Eskalation auf, die beiden für mögliche Minenräumeinsätze in den Mittleren Osten verlegten deutschen Schiffe zurückzuholen. Jeder Tag erhöhe den Druck, die Besatzungen nicht länger vor Ort zu lassen, sagte Sara Nanni, sicherheitspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion.Sie kritisierte, dass die Beatzungen im Unklaren gelassen würden, wo sie die nächsten Wochen und Monate verbrächten. Die Ungewissheit betreffe auch Familien und Freunde.„Das Parlament beginnt seine sitzungsfreie Zeit und Verteidigungsminister Pistorius lässt die Besatzung unnötig lange im Einsatz. Ich habe dafür kein Verständnis. Die personellen und materiellen Ressourcen der Bundeswehr müssen umsichtig und sorgsam eingesetzt werden. Wer weiß, wofür man diese noch braucht.“Die Bundesregierung hatte bereits vor Wochen das Minenjagdboot „Fulda“ und das Versorgungsschiff „Mosel“ in die Region geschickt, um dort für einen Einsatz zur Räumung von Minen in der Straße von Hormus bereitzustehen. Pistorius selbst hatte Anfang Juli erklärt, derzeit sei nicht absehbar, dass Bedingungen für einen Militäreinsatz zur Sicherung des wichtigen Handelswegs bald erfüllt würden. Klaus BardenhagenEmirate: Toter bei iranischen Angriffen auf ÖltankerIran hat nach Angaben der Vereinigten Arabischen Emirate zwei ihrer Öltanker in der Straße von Hormus angegriffen. Ein Besatzungsmitglied sei getötet worden, teilte das Verteidigungsministerium in Abu Dhabi am Dienstag mit. Zudem gebe es acht Verletzte. Das Ministerium verurteilte die Angriffe als „schwerwiegenden Verstoß gegen das Völkerrecht, der die Sicherheit und Stabilität in der Region gefährdet“. Die beiden Tanker waren den Angaben zufolge von iranischen Marschflugkörpern getroffen worden, als sie auf der südlichen Route in der Straße von Hormus in omanischen Hoheitsgewässern unterwegs waren.Die Vereinigten Arabischen Emirate sind ein wichtiger Verbündeter der USA in der Golfregion und wurden im Irankrieg immer wieder zum Ziel iranischer Vergeltungsangriffe. Klaus BardenhagenErneut Sirenengeheul in Bahrain Nach erneuten amerikanischen Angriffen auf Ziele in Iran heulen im Golfstaat Bahrain wieder die Alarmsirenen. Das Innenministerium des mit den USA verbündeten Landes rief die Einwohner in der Nacht über X auf, ruhig zu bleiben und Schutz zu suchen. Weitere Einzelheiten gab es zunächst nicht. Bahrain wie auch Kuwait, die zuletzt im Zentrum iranischer Vergeltungsangriffe standen, hatten erst in der Nacht zuvor von feindlichem Raketenbeschuss berichtet.Klaus BardenhagenNach Beginn der erneuten Welle von Angriffen des US-Militärs auf Ziele in Iran haben örtliche Medien Explosionen an der Südküste des Landes gemeldet. Laut der den mächtigen iranischen Revolutionsgarden nahestehenden Nachrichtenagentur Fars sowie dem regierungstreuen Sender Press TV gab es in der Nacht mehrere Detonationen auf der Insel Kisch am Persischen Golf. Auch aus dem Bereich der Hafenstadt Buschehr, der Insel Qeschm in der Straße von Hormus sowie der Großstadt Bandar Abbas wurden Explosionen gemeldet.Trotz der jüngsten Eskalation nennt Donald Trump eine Verhandlungslösung weiterhin möglich. „Ja, ich glaube, ein Abkommen ist möglich“, sagte der US-Präsident am Montag im Weißen Haus kurz nach dem Beginn der neuen Angriffe. „Wir hatten uns vor zwei Tagen mit ihnen geeinigt, und dann sagten sie: 'Oh, diesen Deal können wir nicht machen. Wir müssen noch weiter darüber verhandeln.'“Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Liveblog Irankrieg: Trump will geplante Hormus-Gebühr durch Handelsabkommen ersetzen | FAZ
Nach „sehr produktiven Gesprächen“ mit Führungen im Nahen Osten +++ US-Präsident droht mit „großem, fettem Angriff“ auf Atomanlage +++ Iran greift offenbar Tanker an +++ alle Entwicklungen im Liveblog













