Trump: USA könnten Hormus-Mautgebühren erheben, weil sie „Schutzengel“ waren Unter dem Eindruck wachsender Spannungen mit Iran hat US-Präsident Donald Trump mit einer US-Maut in der Straße von Hormus gedroht. Sollte kein finales Friedensabkommen zustande kommen, könnten sich die USA so ihre Dienste als „Schutzengel“ der Region vergüten lassen, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. Im ausgehandelten Rahmenabkommen ist festgelegt, dass Iran während der 60-tägigen Verhandlungen keine Gebühren verlangen darf. Wie es danach weitergeht, soll Iran mit dem Oman aushandeln – unter Beachtung des internationalen Rechts und Einbeziehung der Anrainerstaaten. Es war bereits damit gerechnet worden, dass dieser Punkt für Streit sorgen könnte. Völkerrechtler halten Gebühren für problematisch. Irem YildirimUS-Militär: Setzen Freiheit in der Schifffahrt durch Nach der von Iran angekündigten Schließung der Straße von Hormus will das US-Militär weiter die Freiheit der Schifffahrt durchsetzen. Der Schiffsverkehr habe am Samstag zugenommen, „während die US-Streitkräfte in diesem Gebiet weiterhin zur Wahrung der Freiheit der Schifffahrt im Einsatz waren“, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf X mit. 55 Schiffe mit unter anderem 17 Millionen Barrel Öl hätten die Meerenge passiert. Centcom zufolge ist das Militär weiter vor Ort, um sicherzustellen, dass sämtliche Abmachungen des Rahmenabkommens „eingehalten, befolgt und in vollem Umfang umgesetzt werden.“Gespräche am Sonntag in der Schweiz?Die Vereinigten Staaten und Iran werden nach Angaben des Vermittlers Pakistan am Sonntag in der Schweiz miteinander verhandeln. An den Gesprächen auf dem Bürgenstock würden auch Vertreter Pakistans und Katars teilnehmen, erklärt das pakistanische Außenministerium am Samstag. Vorher hatte das iranische Außenministerium verlautbart, die Verhandlungsdelegation Irans werde in Kürze zu den Gesprächen mit den Vereinigten Staaten in die Schweiz reisen. Das sagt ein Sprecher des iranischen Außenministeriums staatlichen Nachrichtenagenturen zufolge. Die Delegation werde die Einhaltung der Verpflichtungen durch die Vereinigten Staaten einfordern. Iran habe sich an die Verpflichtungen der Absichtserklärung gehalten, erklärt der Sprecher. Die Vereinigten Staaten seien verpflichtet, Israel zur Beendigung seiner Angriffe auf den Libanon zu bewegen. Die Gegenseite müsse so rasch wie möglich die notwendigen Maßnahmen ergreifen. Auch der amerikanische Vizepräsident J.D. Vance sprach am Samstag davon, es könnte am Sonntag Gespräche mit Iran in der Schweiz geben. Dies sei möglich, sagt er dem Sender Fox News. Die Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner seien deshalb vor Ort. Er selbst werde bald in die Schweiz reisen, sagt Vance. „Ich gehe davon aus, dass ich irgendwann in den nächsten Tagen abreisen werde“, sagt er. „Aber Sie wissen ja, dass das immer ein heikles Unterfangen ist und die diplomatischen Protokolle beachtet werden müssen.“ Eine erste Gesprächsrunde über ein mögliches Atomabkommen in der Schweiz war eigentlich für Freitag angedacht, fand aber wegen abermaliger gegenseitiger Angriffe zwischen der israelischen Armee und der proiranischen Hizbullah-Miliz im Libanon dann doch nicht statt. Vance: Keine Beweise, dass Iran die Straße von Hormus schließtUS-Vizepräsident JD Vance sagt dem US-Sender Fox News, er habe keine Beweise dafür, dass Iran die Straße von Hormus schließe. Er sei zuversichtlich, dass „wir die Waffenruhe aufrechterhalten könne“.Teheran schließt die Straße von Hormus wiederDas zentrale Militärkommando Irans hat am Samstag die abermalige Schließung der strategisch wichtigen Straße von Hormus bekannt gegeben. „Hiermit wird bekannt gegeben, dass die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr geschlossen wird“, hieß es in einer vom Staatsfernsehen verbreiteten Mitteilung des Militärkommandos. Dies geschehe in Reaktion auf die fortgesetzten Angriffe Israels im Südlibanon, die eine Verletzung des mit den Vereinigten Staaten getroffenen Rahmenabkommens zur Beendigung des Irankrieges bedeuteten. Die Sperrung sei der „erste Schritt“ als Reaktion auf die Verletzung von Verpflichtungen, heißt es weiter. Es würden weitere Maßnahmen ergriffen, falls die „Aggression“ anhalte. Ein für Freitag geplantes Treffen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten in der Schweiz war kurzfristig abgesagt worden. Iran hatte offenbar bemängelt, dass Israel weiterhin Truppen im Süden Libanons stationiert hält. Zwischen Israel und der Hizbullah-Miliz wurde am Freitag eine Waffenruhe vereinbart. Bei neuen Gefechten am Samstag soll es mehrere Tote gegeben haben.Uli PutzLibanon meldet fünf Tote bei israelischem LuftangriffUngeachtet einer Waffenruhe sind bei einem israelischen Luftangriff in Südlibanon nach libanesischen Angaben mindestens fünf Menschen getötet worden. Israelische Kampfflugzeuge und Drohnen hätten in der Nacht und am Morgen das Gebiet um die Stadt Nabatija ins Visier genommen und dabei Wohngebäude zerstört, meldet die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Zudem habe die israelische Artillerie die Stadt und ihre Außenbezirke beschossen. Die Menschen seien einem Angriff auf die nahe gelegene Ortschaft Arabsalim zum Opfer gefallen, so NNA. Nabatija gilt als Hizbullah-Hochburg. Israel und die von Iran unterstützte Miliz hatten sich am Freitag nach Angaben von Vertretern der USA, Israels und der Hizbullah auf eine Feuerpause geeinigt. Sie sollte am Freitag 16.00 Uhr (Ortszeit) in Kraft treten.Uli PutzUS-Außenminister Rubio plant Reise in den Nahen OstenUS-Außenminister Marco Rubio plant einem Medienbericht zufolge in der kommenden Woche eine Reise in den Nahen Osten. Er besucht dabei voraussichtlich Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain, wie das Portal „Axios“ unter Berufung auf zwei Insider berichtet.Uli PutzUS-Gesandter für Iran-Atomgespräche auf dem Weg in die SchweizDer Sondergesandte des US-Präsidenten Donald Trump, Steve Witkoff, reist einem Medienbericht zufolge zu ersten Gesprächen über ein mögliches Atomabkommen mit Iran in die Schweiz. Das berichtet das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter. Trumps Schwiegersohn Jared Kushner befindet sich demnach bereits dort.Libanesische Sicherheitskreise: Israelische Angriffe trotz WaffenruheNeue Kämpfe zwischen der israelischen Armee und der libanesischen Hizbullah-Miliz gefährden das Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran. Laut einem US-Regierungsvertreter wurde zwar für Freitag 16 Uhr Ortszeit (15 Uhr deutscher Zeit ) eine neue Waffenruhe vereinbart, allerdings kam es libanesischen Sicherheitskreisen zufolge in den ersten 45 Minuten bereits zu zwölf israelischen Angriffen.Das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Vereinbarung bislang nicht bestätigt. Die israelische Zeitung „The Times of Israel“ zitierte Armeesprecher Effie Defrin, die israelischen Truppen hätten trotz der Waffenruhe mit der Hizbullah „volle Handlungsfreiheit“, um in jedem Gebiet gegen jede Bedrohung vorzugehen. Es gebe keine Einschränkungen. Israel und die Hizbullah hatten sich gegenseitig vorgeworfen, eine im Rahmenabkommen vereinbarte Waffenruhe gebrochen zu haben. Die israelische Armee griff nach eigenen Angaben in der Nacht und am Freitagmorgen mehr als 150 Stellungen der Hizbullah aus der Luft an. Zuvor habe die Miliz Raketen auf israelische Soldaten in Südlibanon abgefeuert, schrieb die Armee auf X. Vier israelische Soldaten wurden nach Militärangaben getötet. Vier weitere Soldaten wurden bei einem Drohnenangriff verletzt. Dem Gesundheitsministerium in Beirut zufolge wurden auf libanesischer Seite 47 Menschen getötet und weitere 97 verletzt. Acht Getötete seien Mitglieder derselben Familie, hieß es in einer Mitteilung. USA verkünden Waffenruhe zwischen Israel und Hizbullah Israel und die mit Iran verbündete Hizbullah-Miliz in Libanon haben sich auf eine Waffenruhe ab 16 Uhr Ortszeit (15 Uhr deutscher Zeit) geeinigt. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend unter Berufung auf einen ranghohen US-Regierungsvertreter. „Unseres Wissens gilt zwischen Israel und der Hizbullah nach dem heutigen Feuergefecht nun ein Waffenstillstand", sagte er laut der Nachrichtenagentur Reuters. Die Waffenruhe sei demnach von amerikanischen und qatarischen Verhandlern mit Unterstützung von Iran ausgehandelt worden. Laut der Nachrichtenagentur dpa bestätigten der Hizbullah nahestehende Quellen die Vereinbarung, Details nannten sie nicht. Die „New York Times" berichtet, dass ein nicht näher identifizierter Diplomat und ein israelischer Beamter die Einigung bestätigt hätten.Iran knüpft laut Hizbullah weitere Gespräche mit USA an Waffenruhe Iran hat der libanesischen Hizbullah-Miliz zufolge die Fortsetzung von Gesprächen mit den USA an die Umsetzung einer umfassenden Waffenruhe geknüpft. Dies habe die Führung in Teheran der mit ihr verbündeten Miliz mitgeteilt, sagt der Hizbullah-Abgeordnete Hassan Fadlallah der Nachrichtenagentur Reuters. Fadlallah forderte zudem die libanesische Regierung auf, direkte Verhandlungen mit Israel abzulehnen, solange die israelischen Angriffe auf Ziele im Libanon andauerten. Washington trage die Verantwortung dafür, dass Israel seine Angriffe einstelle und die Bedingungen des Rahmenabkommens mit Iran umsetze. Das Abkommen sieht einen Stopp aller Kämpfe vor, auch in Libanon. Netanjahu wirft Hizbullah Bruch der Waffenruhe vor Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach eigenen Angaben die Armee angewiesen, hart gegen die libanesische Hizbullah-Miliz vorzugehen. Netanjahu begründete dies auf X mit einem „abscheulichen Angriff der Hizbullah“, der einen eklatanten Verstoß gegen die Waffenruhe darstelle. Israel werde keine Angriffe auf seine Soldaten oder sein Territorium dulden, so Netanjahu. Die Hizbullah werde für ihre Angriffe einen sehr hohen Preis zahlen. Die Armee werde alles tun, um jede Bedrohung der Streitkräfte und des Territoriums abzuwehren. EU-Gipfel berät am Freitag auch über Lage am Golf In Brüssel haben die Staats- und Regierungschefs der EU am Freitag ihr Gipfeltreffen fortgesetzt. Am zweiten Tag des Treffens soll es um den nächsten mehrjährigen EU-Haushalt ab 2028 sowie die Lage in der Golfregion gehen. Mit Blick auf Israel wird es darum gehen, ob die Staats- und Regierungschefs sich darauf einigen, Sanktionen gegen den rechtsextremen israelischen Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir zu verhängen. Am Donnerstag hatten die Gipfelteilnehmer eine Verlängerung der Sanktionen gegen Russland um zwölf Monate beschlossen und sich darauf verständigt, in den Handelsbeziehungen zu China vorerst weiter auf Dialog zu setzen. Rechtsextreme Minister in Israel: „Tor zur Hölle“ in Libanon öffnen Die beiden rechtsextremen israelischen Minister, Bezalel Smotrich und Itamar Ben-Gvir, haben nach dem Tod von vier Soldaten im Südlibanon harte Vergeltungsmaßnahmen gefordert. Finanzminister Smotrich erklärte auf X: „Zeit, mit Feuer zu sprechen. Die Pforten der Hölle zu öffnen.“ Polizeiminister Ben-Gvir forderte auf X, dass für jede Träne einer israelischen Mutter tausend libanesische Mütter weinen müssten. „Der ganze Libanon muss brennen!“, schrieb Ben-Gvir. Im Nahen Osten gewinne man nicht mit maßvollen Reaktionen und Zurückhaltung – „man muss durchdrehen. Vernichten. Den Terror zerschlagen.“ Die oberste Pflicht sei, die Bürger Israels und die Soldaten zu schützen, und diese Verpflichtung habe Vorrang vor allen anderen Erwägungen. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Liveblog Irankrieg: Trump droht mit US-Maut in der Straße von Hormus | FAZ
Iran schließt Straße von Hormus wieder +++ US-Militär will „Freiheit der Schifffahrt“ weiter durchsetzen +++ Irans zentrales Militärkommando begründet Sperrung mit fortgesetzten Angriffen Israels im Südlibanon +++ alle Entwicklungen im Liveblog







