Wer die Spiele und Miseren der deutschen Nationalmannschaft aufmerksam verfolgt hat, dem wird der Name Mikel Merino zweifellos im Gedächtnis geblieben sein. Es war im EM-Viertelfinale auf deutschem Boden vor zwei Jahren, als der eingewechselte Mittelfeldakteur Spanien mit einem dramatischen Last-Minute-Treffer am Ende der Verlängerung ins Halbfinale köpfte.Nun, bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko, avanciert der Edel-Joker der Iberer erneut zum personifizierten Albtraum der gegnerischen Abwehrreihen – und das bereits zum zweiten Mal im laufenden Turnier. So geschehen im Viertelfinale gegen Belgien. Wieder war es Merino, der nach seiner späten Einwechslung kurz vor dem Abpfiff das erlösende Tor zum 2:1-Endstand erzielte und seiner Mannschaft damit das hochkarätige Halbfinal-Gipfeltreffen am heutigen Dienstag gegen Frankreich bescherte. „Spanien hat wieder einmal Glück, dass der Heilige Merino auftaucht, um ins Halbfinale zu kommen“, kommentierte die spanische Sporttageszeitung Mundo Deportivo ehrfürchtig.Nachdem Merinos Teamkollege Fabián Ruiz die Spanier in der 30. Minute in Führung gebracht hatte, glichen die belgischen „Roten Teufel“ vier Minuten vor dem Pausenpfiff durch Charles De Ketelaere aus. In der Folge tat sich der Favorit von der iberischen Halbinsel immer schwerer, das tief gestaffelte belgische Mauer zu durchbrechen – bis der entscheidende Wechsel vollzogen wurde.