PfadnavigationHomeSportFußballWMGegen BelgienAuf Merino ist Verlass – Joker schießt Spanien auch ins HalbfinaleVeröffentlicht am 10.07.2026Lesedauer: 3 MinutenIst das bitter für Belgien: Der eingewechselte Senne Lammens lässt einen eigentlich harmlosen Schuss nach vorne abprallen. Mikel Merino steht goldrichtig und staubt zum späten Siegtor für Spanien ab. Sehen Sie das 2:1 hier im Video.Spanien ist Frankreich ins Halbfinale der Fußball-WM gefolgt. Der Europameister kassierte gegen Belgien zwar sein erstes Gegentor des Turniers, konnte aber wie schon im Achtelfinale gegen Portugal Mikel Merino vertrauen und ist seit 36 Länderspielen ungeschlagen.Mikel Merino hat Spanien nach einem Geduldsspiel ins WM-Halbfinale gegen Frankreich geschossen. Beim 2:1 (1:1) im Viertelfinale gegen Belgien traf der Profi vom FC Arsenal in der 88. Minute nur 115 Sekunden nach seiner Einwechslung zum Siegtor und sorgte für den ersten Einzug Spaniens in die Top-Vier seit dem WM-Titel vor 16 Jahren.Im Los-Angeles-Stadion hatte Fabián Ruiz (30. ) für den Europameister das 1:0 erzielt. Merino hatte schon im Achtelfinale gegen Portugal zum Sieg getroffen. Der Europameister ist nun seit 36 Länderspielen ungeschlagen.Belgien kam durch Charles De Ketelaere zum 1:1 (41.) und traf damit als erstes Team der XXL-Weltmeisterschaft gegen Spaniens Torwart Unai Simon. Dessen Rekord-Serie ohne Gegentor endete damit nach 649 Minuten, für Spanien aber kommt es nun am 14. Juli in Dallas zum Kracher der Turnier-Favoriten gegen Frankreich.Spaniens Trainer Luis de la Fuente setzte Pedri vor zahlreichen Promis wie den Schauspielern Brad Pitt, Penélope Cruz und Javier Bardem unter den 70.492 Zuschauern auf die Bank und brachte dafür Ruiz von Beginn an. Der Profi von Paris Saint-Germain dankte es mit dem Tor zum 1:0, als er aus etwa sieben Metern abstaubte. Thibaut Courtois hatte zuvor einen Schuss von Dani Olmo nur abklatschen können und war dann beim Nachschuss chancenlos.Tielemans verletzt sich beim AufwärmenSpanien belohnte sich damit für die deutlich größeren Spielanteile, die besseren Chancen und den erdrückenden Ballbesitz gegen die Belgier, die schwer ins Turnier gefunden und erst beim 4:1 im Achtelfinale gegen Co-Gastgeber USA erstmals überzeugen konnten. Schon nach einer Viertelstunde hatte Spanien doppelt so viele Pässe gespielt wie Belgien, das kurzfristig den Ausfall von Youri Tielemans verkraften musste. Lesen Sie auchDer 29 Jahre alte Mittelfeldspieler von Aston Villa hatte sich beim Aufwärmen verletzt und wurde durch Hans Vanaken vom FC Brügge ersetzt. Auch Kevin De Bruyne kam zurück ins Team, beim 4:1 gegen die USA war er gar nicht eingesetzt worden. Den größten Einfluss aufs belgische Spiel aber hatte Jeremy Doku, der als dritte Veränderung in der Startelf immer wieder durch Dribblings für Stress in der bislang so sattelfesten spanischen Defensive sorgte. Auch beim Ausgleich hatte die belgische Nummer 11 dann ihre Füße im Spiel, über De Bruyne und Timothy Castagne landete der Ball schließlich bei De Ketelaere. Sein Kopfballtor beendete die gegentorlose Zeit von Simon nach 649 Minuten. Den WM-Rekord des Italieners Walter Zenga (517 Minuten) hatte der Spanier schon im Sechzehntelfinale gegen Österreich übernommen. Großer Jubel bei Lukaku-EinwechslungSpanien war auch nach dem Seitenwechsel die Mannschaft mit deutlich mehr Ballbesitz und guten Chancen wie etwa der von Lamine Yamal (52.), dessen Schuss nur um Zentimeter am kurzen Pfosten vorbeirauschte. Aber schon vor der lautstark gefeierten Einwechslung von Romelu Lukaku nach einer Stunde kam auch Belgien wieder und wieder gefährlich in den gegnerischen Strafraum. Maxim De Cuyper etwa jagte seinen Schuss nur um Zentimeter am kurzen Pfosten vorbei (55.). Spanien rannte weiter an, hatte 70 Prozent Ballbeseitz, fand aber die Lücke nicht. Dann jedoch patzte der für den verletzten Thibaut Courtois gekommene Senne Lammens. Er konnte den Ball von Pau Cubarsi nicht festhalten – Merino staubte ab zum entscheidenden Tor.lwö